Einkunftsquelle
Abo-Apps sollen Erträge von Rockbands steigern
publiziert: Freitag, 10. Okt 2014 / 13:04 Uhr
Die Firma plant für 2015, zwischen 20 und 30 Künstler-Apps auf ihrer Plattform zu integrieren. (Symbolbild)
Die Firma plant für 2015, zwischen 20 und 30 Künstler-Apps auf ihrer Plattform zu integrieren. (Symbolbild)

London - Das britische Start-up Disciple Media will mit seinen Music-Apps eine lukrative neue Einkunftsquelle für Bands aus aller Welt schaffen.

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Dabei macht sich das Unternehmen zwei Trends in der Musikindustrie zunutze. Zum einen geht der Online-Konsum immer stärker in Richtung App, andererseits boomen Künstler-Abos. Die Firma plant für 2015, zwischen 20 und 30 Künstler-Apps auf ihrer Plattform zu integrieren.

Fans als Zukunftsmarkt

Das Unternehmen wurde von der ehemaligen Warner Music-Group-Managerin Leanne Sharman und dem Musiker Benji Vaughan gegründet. Die Musik-Tech-Plattform soll zu einer direkteren Beziehung zwischen Künstlern und Fans verhelfen - ungestört von Dritten. «Wir glauben, dass die Zukunft der Musikindustrie in den Händen der engagierten Fans liegt», heisst es bei Disciple Media.

Die abonnierenden Fans, die eine monatliche Gebühr von rund drei Euro zahlen, haben immer den Zugang zu den neuesten Songs oder Remixes, Merchandising-Artikeln, Konzerttickets und Social-Features, über die sie mit der Band beziehungsweise den Künstlern in Kontakt treten. Diese Künstler können Live-Stream-Videos von deren Smartphones oder Laptops direkt für die Abonnenten zugänglich machen.

Social-Media-Boom nutzen

«Ich könnte mir vorstellen, dass diese App viel mehr Einnahmen für die Künstler bringt, als diese in einem Jahr durch Musik-Downloads verdienen», wirft Vaughan einen Blick in die Zukunft. Wenn man an Künstler denkt, die 50 Mio. Follower auf Facebook und Co haben, dann könnte eine gerademal einprozentige Abonnententeilnahme zu einer riesigen Einkommensquelle für die Künstler führen.

Für Disciple Media spricht der Trend. Der Markt für Musik-Abos stieg laut dem Verband der Musikindustrie IFPI im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit um 51,3 Prozent. Und auch das Wachstum beim Konsum von Smartphone- beziehungsweise Tablet-Apps kletterte rasant. «Diese Entwicklung zeigt, wohin die Evolution im digitalen Musikbusiness geht», zeigt sich Sharman abschliessend überzeugt.

(flok/pte)

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