«Cujo»
Smarte Firewall schützt vernetztes Zuhause
publiziert: Dienstag, 17. Mai 2016 / 10:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Mai 2016 / 12:51 Uhr

Die Vernetzung von ganz normalen Alltagsgegenständen im eigenen Haushalt erhöht das Risiko von Datendiebstahl und Hacking-Angriffen.

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Auf der derzeit in New York über die Bühne gehenden «TechCrunch Disrupt»-Konferenz wurde nun eine smarte Firewall vorgestellt, die sich genau dieses Problems annehmen soll und alle Geräte im «Internet der Dinge» vor böswilligen Eindringlingen schützen soll. Der «Cujo», so der Name des neuen Produkts, verspricht «einen Sicherheitslevel auf Unternehmensniveau für Heimnetzwerke» und lässt sich einfach und bequem per App steuern.

«Immunsystem fürs Zuhause»

«Cujo beschützt alles in ihrem Netzwerk. Man könnte es sich in etwa wie ein Immunsystem für Ihr Zuhause vorstellen», erklärt CEO Einaras Gravrock im Rahmen einer ersten Produktvorstellung auf dem bis heute, Mittwoch, laufenden Branche-Event. Dieser Schutz sei enorm wichtig, denn durch die rasch voranschreitende Vernetzung sei die generelle Anfälligkeit für Hacking-Attacken rasant angestiegen. «Die Konsumenten sind sich mittlerweile der Gefahren von Malware bewusst, vergessen aber auf das Internet der Dinge», meint Gravrock.

Viele würden glauben, dass es vielleicht nicht weiter schlimm ist, wenn eine Glühbirne gehackt wird. «Es geht aber darum, was danach passiert. Sobald jemand in Ihr Netzwerk eindringen kann, können alle Geräte darin gekapert werden: Sie sehen durch Ihre Kamera, durchsuchen Ihren PC und stehlen wichtige Daten», erläutert der Experte. «Auch der FBI-Direktor überklebt nachweislich seine Webcam, sobald er zuhause ist. Das zeigt uns doch, wie ernst diese Bedrohung tatsächlich ist», so Gravrock.

Einfache Bedienbarkeit

Mit Cujo soll sich das aber nun schlagartig ändern. Das kleine weisse Plastikteil, das sich überall gut platzieren lässt, erfüllt praktisch gesehen die Funktion einer smarten Firewall, die auf eine sehr einfache Bedienbarkeit setzt. «Es wurde so konzipiert, dass es von jedem Durchschnitts-User verstanden werden kann. Über eine App lassen sich alle Geräte und Verbindungen in einem Netzwerk auf einen Blick einsehen», schildert Gravrock.

Technisch gesehen fungiert die Firewall dabei gleichberechtigt zum eigenen Router und überwacht laufend alle ein- und ausgehenden Internetverbindungen. Wird dabei eine mögliche Bedrohung oder ein Eindringen gefunden, wird die entsprechende Verbindung automatisch blockiert und der Nutzer darüber per Nachricht informiert.

Bequemlichkeit gegen Sicherheit

Dass die rasante Verbreitung von vernetzten Geräten zwar einen Zugewinn an Bequemlichkeit für die Nutzer mit sich bringt, aber gleichzeitig auch Hackern Tür und Tor öffnet, ist Experten schon länger bewusst. Schon im Sommer 2013 hat etwa das Security-Unternehmen Trustwave anlässlich der DEFCON-Konferenz nachdrücklich vor der Vernetzung von Haushaltsgeräten in den eigenen vier Wänden gewarnt.

Die smarte Firewall Cujo ist in den USA bereits offiziell im Handel erhältlich. Bei Amazon kann das Produkt für 99 Dollar (rund 97 Franken) bestellt werden. Laut Gravrock soll das Gerät bis zum Jahresende auch bei weiteren Online-Händern und in anderen Ländern zur Verfügung stehen.

(arc/pte)

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