Mehr Privatsphäre für Facebook-Nutzer
publiziert: Mittwoch, 19. Mrz 2008 / 13:20 Uhr

Palo Alto - Das Social Network Facebook gibt seinen Nutzern mehr Kontrolle über private Daten. Wie das Unternehmen mitteilte, soll es künftig leichter sein, persönliche Informationen vor anderen Nutzern zu verbergen.

Facebook erntete für seine Datenschutzbestimmungen harsche Kritik.
Facebook erntete für seine Datenschutzbestimmungen harsche Kritik.
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Nach einer Überarbeitung der betreffenden Privatsphäre-Seiten dürfen die User selbst entscheiden, wie Informationen mit Online-Freunden geteilt werden und welche Personen persönliche Details einsehen können.

In Zukunft sollen die Nutzer in der Lage sein, auszusuchen welche der Freunde Zugang zu welcher Information erhalten.

Bislang konnte nur über grosse Gruppen bestimmt werden - wie beispielsweise Leute aus derselben Stadt - Optionen zum Ausschluss einzelner Personen gab es nicht.

Immer mehr Erwachsene

Die Verbesserung der Nutzer-Privatsphäre erfolgt zu einer Zeit, in der Facebook zunehmend mehr Mitglieder ausserhalb der ursprünglichen Studenten-Community anzieht. Ein beachtlicher Teil der insgesamt 68 Mio. User entfällt inzwischen auf Erwachsene, die offenbar mehr Wert auf die Kontrolle über ihre Daten legen.

Zudem hatte sich das Netzwerk in den vergangenen Monaten immer wieder heftiger Kritik stellen müssen. So etwa aufgrund neuer Werbemassnahmen, die das Surfhalten der Nutzer nachverfolgen, und Schwierigkeiten bei der Profil-Löschung.

Nach hitzigen Diskussionen zum Thema Datenschutz setzt das Social Network nun zunehmend auf eine nutzerfreundlichere Strategie. «Facebook nimmt das Thema Datenschutz sehr ernst und versucht eine vertrauensvolle Umgebung für die User zu schaffen», so eine Facebook-Sprecherin.

Features werden nachgebessert

Mittlerweile hat auch Plattform-Gründer Mark Zuckerberg zugegeben, dass einige der Funktionen anders hätten eingeführt werden müssen, berichtet das Wall Street Journal. Die Kontrolle über private Informationen hätte von Anfang an besser umgesetzt werden sollen, so Zuckerberg.

Inzwischen wurden die Datenschutzvorkehrungen für die betreffenden Features nachgebessert.

«Einige der neuen Funktionen enthalten nun eine 'Friends of Friends'-Option. Diese ermöglicht den Nutzern, ihre Informationen nach eigenem Ermessen mit Leuten zu teilen, zu denen sie über ihre direkten Freunde in Verbindung stehen», erläutert die Facebook-Sprecherin.

Chat geplant

In Kürze wird es auf dem Social Network auch einen Chat geben. Bereits seit einiger Zeit stand das Gerücht im Raum, dass Facebook an einer solchen Erweiterung arbeite. Mittlerweile wurden diese Gerüchte auch offiziell bestätigt.

«Wir haben inzwischen bekannt gegeben, dass wir in den kommenden Wochen Facebook Chat starten werden. Genauere Informationen dazu werden in Kürze folgen», heisst es seitens des Unternehmens.

Bei dem Chat handelt es sich um einen browserbasierten Instant-Messenger. Bis auf weiteres soll die Funktion der Facebook-Community vorbehalten bleiben, Zugang für Dritte von ausserhalb wird es offenbar nicht geben.

(rr/pte)

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