Besser gegen Hacker geschützt
App verwandelt Stimme in Passwörter
publiziert: Dienstag, 4. Sep 2012 / 09:14 Uhr
Die Stimme des Menschen erlaubt eine weit präzisere Identifizierung als Passwörter. (Symbolbild)
Die Stimme des Menschen erlaubt eine weit präzisere Identifizierung als Passwörter. (Symbolbild)

Pittsburgh/Passau - Smartphones können Spracheingaben künftig in Passwörter umwandeln, deren Vergleich den Nutzer eindeutig und sicherer als bisher identifiziert.

1 Meldung im Zusammenhang
Eine entsprechende Technik präsentieren Forscher der Carnegie Mellon University im September auf der Information Security Conference in Passau. «Das Prinzip nutzt man bei Fingerabdrücken längst, doch bei der Stimme sind wir die Ersten», sagt Forschungsleiter Bhiksha Raj gegenüber Technology Review.

Rechnerleistung reduziert

Die Stimme des Menschen erlaubt eine weit präzisere Identifizierung als Passwörter, weshalb Spracherkennung bei Banken, Telekom-Anbietern und anderen Branchen deutlich auf dem Vormarsch ist. Kunden sprechen einen Satz zur Registrierung und wiederholen diesen bei jedem weiteren Anruf, um sich somit auszuweisen. Das Problem dabei: Schaffen es Hacker, an den abgespeicherten Sprachabdruck zu gelangen, können sie damit in andere Systeme einbrechen, die auf Authentifizierung per Stimme beruhen.

Bisher wird dies auf unterschiedliche Weise gelöst: Apples Siri sendet etwa statt der kompletten Stimme bloss manche ihrer Elemente an einen Zentralserver. Andere Ansätze verschlüsseln die Sprache bereits, brauchen zur Identifizierung jedoch derart hohe Rechnerleistung, dass eine Smartphone-Anwendung undenkbar ist. Die US-Forscher haben diesen Schritt nun geschafft - indem die Sprache gleich zu einer ganzen Reihe Passwort-ähnlicher Datenreihen verwandelt wird, deren Übereinstimmung das Programm auswertet, ehe der Netz-Versand der Datenreihen startet.

Stimme bleibt im Handy

«Die Stimme verlässt somit das Telefon nie, weder bei der Registrierung noch später bei der Authentifizierung», verdeutlicht Raj. Die für die Zukunft geplante App werde künftig auch sicherstellen, «dass nur du dieselben spezifischen Passwortreihen erzeugen kannst, selbst wenn jemand anderer dein Smartphone benützt», so der Experte. In ersten Tests konnte das System mit 95-prozentiger Genauigkeit den kommerziellen Lösungen mit abgespeicherten Sprachabdrücken noch nicht das Wasser reichen, weshalb Nutzer teils die Authentifizierung wiederholen mussten. Rasche Verbesserungen seien jedoch abzusehen.

(knob/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Gängige Chipkarten könnten in ... mehr lesen
Die Gesichtserkennung könnte den Bankomat-PIN in Zukunfts ergänzen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet werden, um Konzentrationen des Virus an stark frequentierten Orten zu messen.
Ein neuer optischer Sensor könnte verwendet ...
Publinews Coronavirus in der Luft nachweisen  Dübendorf, St. Gallen und Thun - Einem Team von Forschern der Empa, der ETH Zürich und des Universitätsspitals Zürich ist es gelungen, einen neuartigen Sensor zum Nachweis des neuen Coronavirus zu entwickeln. Er könnte künftig eingesetzt werden, um die Virenkonzentration in der Umwelt zu bestimmen - beispielsweise an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten oder in Lüftungssystemen von Spitälern. mehr lesen  
Publinews Das Telefonmuseum Telephonica in Islikon erzählt die Geschichte der Telekommunikation von den Anfängen bis hin zur ... mehr lesen  
Ascom ist für das zweite Halbjahr zuversichtlicher.
Technologie  Bern - Der Technologiekonzern Ascom ... mehr lesen  
eGadgets Grosse Kulleraugen  Taipei - Der taiwanische Elektronik-Konzern Asus will mit einem sprechenden Roboter ins Geschäft mit dem vernetzten Zuhause ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Rund 50 Prozent der beleidigenden Tweets werden von Frauen gesendet. (Symbolbild)
DOSSIER Social Media Frauenfeindlichkeit auf Twitter bleibt ein Problem Auch wenn der Twitter-CEO Dick Costello ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
Basel 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt starker Schneeregen
St. Gallen 0°C 1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
Bern 0°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregen
Luzern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
Genf 2°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
Lugano 3°C 4°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich starker Schneeregen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten