Apple lässt Entwicklern manchmal zu viel Spielraum

iPhone-Apps können ungefragt Nutzer-Fotos auslesen

publiziert: Mittwoch, 29. Feb 2012 / 15:01 Uhr
iPhone-Apps lesen ungefragt Nutzer-Fotos aus.
iPhone-Apps lesen ungefragt Nutzer-Fotos aus.

Apple wird erneut vorgeworfen, App-Entwicklern zu breiten Zugang zu Nutzer-Daten zu gewähren. Diesmal berichtete die New York Times, Apps könnten unter Umständen auf alle Bilder auf einem iPhone oder iPad zugreifen - ohne dass Nutzer das mitbekämen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Apple kommentiert die Vorwürfe nicht. Das Blog The Verge berichtete, es handele sich um einen Software-Fehler, der demnächst behoben werden solle. Es ist bislang unklar, ob es sich nur um eine theoretische Sicherheitslücke handelt oder ob sie auch tatsächlich von App-Entwicklern ausgenutzt wurde.

Es reiche schon aus, dass man einer App den Zugriff auf Geo-Informationen erlaubt, damit für sie auch die Tür zur gesamten Foto-Sammlung geöffnet werde, berichtete die «New York Times». Die Apps könnten dann nicht nur die Informationen über die Orte der Aufnahmen abrufen, sondern alle Bilder und Videos auf dem Gerät.

Test-App konnte problemlos auf alle Bilder zugreifen

Im Auftrag der Zeitung wurde eine Test-App mit dem Namen «FotoSpy» erstellt, die heimlich die Bilder von einem iPhone auf einen Server schickte. Allerdings wurde nicht versucht, die App auch in Apples iTunes Store einzureichen, von der Programme für iPhone und iPad heruntergeladen werden können. Apple prüft jede App bevor sie für die Nutzer zugänglich wird auch auf solche heimlichen Aktivitäten. Daher steht auch nicht fest, ob Apple einen Missbrauch der Geo-Funktion bemerkt hätte oder nicht.

Der Datenschutz bei Apples iOS-Software für iPhone und iPad war bereits vor wenigen Wochen in die Kritik geraten. Damals wurde das Online-Netzwerk Path dabei erwischt wurde, dass seine App komplette Adressbücher von Nutzern auf die eigenen Server kopierte. Die Nutzer wurden davon nicht unterrichtet. Path zufolge soll den Mitgliedern damit die Suche nach Bekannten bei dem Netzwerk erleichtert werden. Anschliessend wurde bekannt, dass auch andere Apps sich ähnlich verhalten. Apple betonte, das Vorgehen von Path verstosse gegen die App-Store-Regeln und kündigte an, das Schlupfloch zu schliessen.

Damit muss Apple sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die in anderen Fällen bisher als recht streng geltenden Prüfkriterien für neue Apps nicht ausgereicht haben, um derartig sammelwütigen Apps den Zutritt zum Appstore zu verwehren. Beobachter vermuten, dass der grosse Erfolg von Android mit seinem Market bewirken könnte, dass Apple sich von seinen restriktiven Zugangskontrollen für Apps verabschieden könnte, um bei Statistik-Zahlen von Appstores nicht allzu weit hinter Android zu rutschen. Dies könnte Entwickler mit unlauteren Absichten dazu verleiten, sammelwütige Apps an der Kontrolle vorbeizuschleusen.

Erst vor wenigen Tagen hatte eine kalifornische Staatsanwältin die sechs grössten Appstore-Betreiber dazu verdonnert, mehr auf Datenschutz zu achten.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)

Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin/Washington - Wer eine App auf seinem Smartphone installiert, gibt den ... mehr lesen 1
Eine Taschenlampen-App für Android-Handys hat unerlaubt Daten der Nutzer gespeichert.
Apple hat Apps zurückgewiesen, die UDID nutzen.
Berlin - Apple zwingt die Entwickler ... mehr lesen
Wie erwartet hat Apple am ... mehr lesen
Je nach Download-Geschwindigkeit nimmt die Installation von iOS 5.1 rund 30 bis 60 Minuten Zeit in Anspruch.
Fotos sind nicht sicher.
Fotos in Smartphones mit dem ... mehr lesen
New York - Apples App Store für ... mehr lesen
Demjenigen, der die 25milliardste App heruntergeladen hat, winkt ein iTunes-Gutschein im Wert von 10'000 Dollar.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Datenschutz-Standards werden gefordert.
San Francisco - Unkontrolliert ... mehr lesen
New York - Entwickler von Apps für iPhone und iPad konnten über Jahre ohne Vorwarnung auf Adressbücher der Nutzer zugreifen und sie sogar herunterladen. Das wurde von Apple zwar verboten, aber nicht technisch verhindert. Nach Nutzer-Kritik greift Apple jetzt durch. mehr lesen 
Verkaufen Sie uns Ihr iPhone, iPad oder iPod
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit dem Internet verbunden werden kann, muss über Funktionen verfügen, die den Schutz von Personendaten gewährleisten.
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit ...
Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Benutzerinnen und Benutzer besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des BAKOM über Fernmeldeanlagen (VFAV) erhöhen die Cybersicherheit von bestimmten, auf dem Schweizer Markt erhältlichen, drahtlosen Geräten wie Smartphones, Smartwatches, Fitness-Trackern und drahtlosen Spielzeugen. Die Revision tritt am 1. September 2022 in Kraft. mehr lesen 
Forschende der Universität Basel haben eine Augmented-Reality-App für Smartphones entwickelt, um Angst vor Spinnen zu reduzieren. Die App hat sich in einer klinischen Studie bereits bewährt: Schon nach wenigen Trainingseinheiten zuhause empfanden die Probanden weniger Angst vor realen Spinnen. mehr lesen  
Publinews Kampf dem Tracking  Nachdem Apple das ungefragte Werbetracking von Apps eingeschränkt hat, zieht nun Konkurrent Google nach. Wenn im August das neue Betriebssystem Android 12 auf die ersten Mobilgeräte gespielt wird, dann kann der/die Benutzer:in die Werbe-ID AAID vollständig vor Zugriffen verstecken und damit das Werbetracking stark erschweren. mehr lesen  
Bestenliste 2018  Analog zur Bestenliste im Rahmen der «Best of Swiss Web Awards» gibt es auch für «Best of Swiss ... mehr lesen  
Best of Swiss Apps 2018
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Werden Menschen in den USA jetzt besser vor zielgerichteter Werbung geschützt?
DOSSIER Social Media Zielgerichtete Werbung in den USA unter Beschuss Politiker der Demokratischen Partei haben ...
 
News
   
Auch in der Produktion erfreuen sich sogenannte Industrieroboter stetig wachsender Beliebtheit.
Publinews Was vor einigen Jahren nur in Science-Fiction Filmen zu bewundern war, ist heute alltäglicher Bestandteil unseres Zusammenlebens und daraus nicht mehr ... mehr lesen
Wer sich nicht so gut mit dem Messenger auskennt, der sollte grundsätzlich bei unbekannten Nummern vorsichtig sein.
Publinews Bei der Verwendung eines Smartphones stehen einem verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. In früheren Zeiten war es aufs Telefonieren und SMS ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 9°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 11°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Bern 8°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 9°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 11°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Lugano 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten