Zweite OLPC-Generation wird zum 75-Dollar-Laptop

publiziert: Sonntag, 1. Feb 2009 / 17:48 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 1. Feb 2009 / 19:05 Uhr

Massachusetts - Nicolas Negroponte, der Gründer des IT-Entwicklungshilfe-Projekts OLPC, hat den Nachfolger des aktuell verfügbaren Modells XO-1 angekündigt.

Die Entwicklung der Hardware des XO-2 ist als Open-Source-Projekt geplant.
Die Entwicklung der Hardware des XO-2 ist als Open-Source-Projekt geplant.
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Der XO-2 soll demnach als Dual-Screen-Gerät ausgeführt werden, wobei einer der Touchscreens die Tastatur anzeigen soll, berichtet der Guardian. Das Preisziel hat Negroponte bei 75 Dollar festgesetzt. «Wichtig bei der zweiten Generation des XO ist auch, dass wir die Entwicklung der Hardware als Open-Source-Projekt umsetzen werden», berichtet Negroponte.

Im Gegensatz zum ersten Modell will die OLPC-Organisation beim Nachfolger keine eigene Hardware mehr bauen. «Das erste Modell haben wir nach dem Apple-Prinzip entwickelt, nun wollen wir es machen wie Google. Wir wollen, dass andere unser Produkt kopieren», so Negroponte.

Bitte kopieren!

Man wolle einzelne Teile des XO-2 veröffentlichen und damit das exakte Gegenteil machen, als bei der Entwicklung des ersten Modells. Somit könnten sich andere Hersteller an der entwickelten Hardware bedienen und eigene Geräte bauen. Für die Akzeptanz des OLPCs könnte dies von Vorteil sein. Die Entwicklungszeit für den XO-2 wird von Negroponte mit etwa 18 Monaten angegeben.

Das OLPC-Projekt hatte in der vergangenen Zeit einige Rückschläge einstecken müssen. Die Tatsache, dass als Betriebssystem eine Linux-Version zum Einsatz kommt, stiess bei einigen potenziellen Grossabnehmern auf Skepsis. Dem begegneten die Verantwortlichen schliesslich mit der Installation von Windows XP auf den Laptops.

Preisziel von 100 Dollar nicht erreicht

Darüber hinaus konnten die Entwickler auch das angepeilte Preisziel von 100 Dollar nicht erreichen. Der Laptop blieb bei den Produktionskosten von 188 Dollar hängen. Das lag sicherlich auch daran, dass es weniger Vorbestellungen gab als kalkuliert.

Schliesslich mussten die Verantwortlichen Anfang dieses Jahres den Sparstift ansetzen und 32 Mitarbeiter entlassen. Als weitere Konsequenz wurde die Entwicklung der OLPC-Oberfläche «Sugar» an die Linux-Community abgegeben.

Glaube an das Projekt

Im Rahmen der Sugar Labs wird das Betriebssystem jedoch in jedem Fall weiterentwickelt. «Sugar läuft auch auf diversen Linux-Netbooks», berichtet Aaron Kaplan, Obmann von OLPC Austria. Er zeigte sich von dem weiteren Erfolg der Oberfläche überzeugt, auch abseits des OLPC-Notebooks.

Trotz dieser Rückschläge ist Negroponte weiter motiviert, die OLPC-Initiative weiter voranzutreiben. Er glaubt nach wie vor an sein Laptopprojekt, mit dem Kinder aus Entwicklungsländern der Zugang zu Kommunikations- sowie Informationstechnologie ermöglicht werden soll.

Mittlerweile konnten im Rahmen des Projekts bereits 600'000 Geräte abgesetzt werden. 250'000 Stück warten auf die Auslieferung und weitere 380'000 wurden vorbestellt und sollen demnächst produziert werden.

(tri/pte)

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