WiMAX wird Standard-Feature bei Laptops

publiziert: Donnerstag, 15. Dez 2005 / 07:46 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 15. Dez 2005 / 08:11 Uhr

Das Marktforschungsunternehmen In-Stat hat eine Prognose für den weltweiten Markt für WiMAX-Chipsätze vorgelegt.

Intel hätte laut Studie die Marktmacht, um in Laptops integrierte WiMAX-Chips zum Standard-Feature zu machen.
Intel hätte laut Studie die Marktmacht, um in Laptops integrierte WiMAX-Chips zum Standard-Feature zu machen.
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Im Bericht «WiMAX: Drahtlose Super-Chips» schätzt In-Stat das Volumen des Marktes für für solche Chipsätze unter optimistischen Vorgaben auf 950 Millionen US-Dollar (1'219 Millionen Franken) im Jahr 2009. Bei einer konservativeren Schätzung könne sich das Marktvolumen jedoch auf nur 450 Millionen US-Dollar (577 Millionen Franken) belaufen - ein erheblicher Spielraum, der die Unsicherheitsfaktoren im noch jungen WiMAX-Markt wiederspiegeln soll.

Die In-Stat-Studie berichtet weiter, trotz WiMAX-Hype gäbe es auf dem Markt für WiMAX-Chipsätze bislang nur eine überschaubare Anzahl von Playern. Allen voran hätte das Schwergewicht Intel ausreichende Marktmacht, um - wie schon bei WLAN mit der Centrino-Plattform - zukünftig in Laptops integrierte WiMAX-Chips zum Standard-Feature bei den tragbaren Rechnern zu machen.

Konkurrenz oder Ergänzung zu UMTS?

In-Stat schlägt sich bei seiner Prognose auf die Seite der Skeptiker, die befürchten, WiMAX werde sich in einem harten Konkurrenzkampf gegen andere drahtlose Breitband-Technologien behaupten müssen. «Konkurrierende Technologien sind 3G-Technologien wie HSDPA und EV-DO auf der Seite des Mobilfunks. Dazu kommt WLAN kombiniert mit der Technologie der vermaschten Netzwerke und MIMO-Erweiterungen durch den WLAN-Standard 802.11n.»

«Der Schlüssel zum Erfolg von WiMAX ist, die grossen Mobilfunk-Netzbetreiber, die schon massiv in den Aufbau von 3G-Infrastrukturen investiert haben, nun zum Aufbau von WiMAX-Infrastrukturen zu bewegen», beschreibt Gemma Tedesco, Analyst bei In-Stat, die Problemlage.

Eine in der vergangenen Woche erschienene Studie des Marktforschungsunternehmes ABI Research sieht die Problematik gerade andersherum gelagert. ABI Research zufolge ist bei den Mobilfunk-Netzbetreibern keine Überzeugungsarbeit in Sachen WiMAX nötig, denn sie würden von sich aus auf WiMAX setzen, um die drohende Überlastung ihrer UMTS-Netze aufzufangen.

(Christian Horn/teltarif.ch)

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