UMTS bleibt ein Mitläufer

publiziert: Montag, 14. Feb 2005 / 07:38 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Feb 2005 / 11:30 Uhr

Auch nach jahrelangen Verzögerungen läuft sich die dritte Mobilfunkgeneration nur allmählich warm. Bei der viertägigen Messe 3GSM World Congress wird über Neuerungen nachgedacht.

Viele Nutzer trauen sich an die neue Mobilfunktechnologie   gar nicht heran.
Viele Nutzer trauen sich an die neue Mobilfunktechnologie gar nicht heran.
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30 000 Manager und Ingenieure weerden in Cannes die jüngsten Neuerungen aus der Welt des UMTS-Standards feiern - und gleichzeitig weiter über Gewinn bringenden Anwendungen für die teure Technik brüten.

Das Weihnachtsgeschäft hat der dritten Generation, dem Universal Mobile Telecommunications System (UMTS), ein wenig auf die Sprünge geholfen, selbst wenn die vor Jahren erwartete "Revolution" noch auf sich warten lässt: Vier Millionen UMTS-Abonnenten verzeichnet das Brancheninstitut Idate zuletzt in 17 europäischen Staaten, wobei Grossbritannien und Italien deutlich die Nase vorne haben.

Prognose: UMTS bleibt ein Mitläufer

Insgesamt setzt die Mobilfunk-Branche zwar weiter auf solides Wachstum - Idate rechnet mit sieben Prozent Zuwachs in diesem Jahr und weiteren Fünf-Prozent-Schritten bis 2008; dabei wird UMTS aber auf absehbare Zeit nicht die treibende Kraft, sondern eher ein Mitläufer sein.

Viele Handy-Nutzer, von denen es seit dem vergangenen Jahr weltweit mehr als eine Milliarde gibt, sind mit einfachen Zusatzfunktionen wie SMS-Kurzmitteillungen zufrieden, die sich schon mit den herkömmlichen GSM-Netzen realisieren lassen. An die neue Mobilfunktechnologie trauen sich anderen Studien zufolge viele Nutzer gar nicht ran.

Sanfte Umstellung

Die Umstellung auf die weit leistungsfähigere dritte Generation werde "sanft" vonstatten gehen, sind sich die Mobilfunk-Experten inzwischen einig. In Cannes wird dann auch die Frage im Mittelpunkt stehen, wie dem Handy-Datenturbo etwas mehr Schub im Markt verliehen werden kann. Branchen-Primus Nokia etwa will neben einem neuen Endgerät seine Strategie für die Übertragung von Musik durch das mobile Netz vorstellen.

Auch Konkurrenten wie Motorola, Sony Ericsson und Siemens stellen weiter die schier unbegrenzten Möglichkeiten in den Vordergrund, über UMTS die Verschmelzung der Datenwelten voranzutreiben: Neben Musik lassen sich mit der schnellen Technik auch Fotos, Spiele oder Videos abrufen. Doch welche dieser Anwendungen tatsächlich zum Kassenschlager wird, dürfte auch in Cannes kaum beantwortet werden.

Marktdaten für den Hoffnungsträger nehmen sich bescheiden aus

So nehmen sich die Marktdaten für den einstigen Hoffnungsträger UMTS eher bescheiden aus. Unter den Handy-Nutzern sind selbst im UMTS-Spitzenland Grossbritannien nur 2,7 Prozent und in Italien 2,5 Prozent auf die neue Technik umgestiegen. Marktführender Anbieter in Europa ist der Mischkonzern Hutchison mit 3,3 Millionen Abonnenten.

Während die meisten Nutzer auch angesichts schwer vermittelbarer Preismodelle noch zögern, ob sie in die UMTS-Welt einsteigen, tritt die Branche die Flucht in noch schnellere Technik an. So soll die Generation 3+ mit dem HSDPA-Standard die Übertragungsgeschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde auf bis zu drei Megabit erhöhen. Das bedeutet zunächst neue Investitionen, obgleich UMTS bis heute noch keinem Anbieter auch nur einen einzigen Euro Gewinn eingebracht hat.

( Björn Brodersen/afp/teltarif.ch)

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