Swisscom hat mehr verdient

publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 08:07 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 14:01 Uhr

Bern - Die Swisscom bekommt den harten Wettbewerb zu spüren: Der Umsatz ist im ersten Quartal 2005 geschrumpft. Nur dank Einmaleffekten legte der Reingewinn zu.

Trotz Gewinn: Die Fassade der Swisscom bröckelt.
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Medieninformationen der Swisscom
Hier finden Sie alles zum 1. Quartalsergebnis 2005 der Swisscom.
www.swisscom.com/GHQ/content/Investor_Relations/alle_informationen.htm?lang=de

Wegen des Preiskrieges muss die Swisscom die Ambitionen fürs Gesamtjahr zurückschrauben. Der Umsatz sei im ersten Quartal 2005 um 1,7 Prozent auf 2,445 Mrd. Fr. gesunken, gab die Swisscom bekannt. Die Ursachen für diese Abnahme seien hauptsächtlich beim Preisverfall im Festnetz zu suchen, sagte Swisscom-Chef Jens Alder an einer Telefonkonferenz.

Swisscom Fixnet musste ein Umsatzminus von 4,6 Prozent auf 1,378 Mrd. Fr. hinnehmen. Die Konkurrenz von Cablecom und der Preisdruck machten sich deutlich bemerkbar. Der Rückgang bei den gewöhnlichen Telefongesprächen (-12 Prozent) und beim Einwahlinternet konnte durch den ADSL-Boom nicht ausgeglichen werden.

Harte Konkurrenz

Die Zahl der Breitbandanschlüsse nahm um 47,3 Prozent auf 878 000 zu. Der Swisscom-Internetbereich Bluewin konnte dabei wesentlich stärker zulegen (+56,3 Prozent auf 550 000 Anschlüsse) als die anderen Telekomanbieter (+34,4 Prozent auf 328 000 Breitbandanschlüsse).

Beim Geschäftskundenbereich Swisscom Solutions schrumpften die Umsätze gar um 11 Prozent auf 314 Mio. Franken. Die harte Konkurrenz und die Ausbreitung der billigeren Internettelefonie schlugen negativ zu Buche.

Weniger Handys verkauft

Im Mobilfunk konnte die Swisscom zwar mehr Kunden anlocken (+3,8 Prozent auf 3,983 Millionen), die Umsätze schrumpften aber um 3 Prozent auf 1,04 Mrd. Franken. Denn die Kunden telefonierten weniger lang und der Verkauf von Handys brach ein.

Insgesamt habe die Swisscom den Umsatzrückgang nicht vollumfänglich mit Kostensenkungen auffangen können, sagte Alder. Aus diesem Grunde sei der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 2,7 Prozent auf 1,092 Mrd. Fr. zurückgegangen.

Und dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: "Insgesamt zeigt sich jetzt, dass wir bezüglich Effizienzsteigerungen immer noch gerade vorwärts fahren können, aber dass die Umsätze wahrscheinlich etwas stärker sinken werden", sagte Alder.

(rp/sda)

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