Swisscom: Mehrere kleinere Zukäufe

publiziert: Samstag, 3. Dez 2005 / 14:44 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Dez 2005 / 08:13 Uhr

Zürich - Die Diskussion um die Zukunft des Schweizer Telekomanbieters Swisscom ist auch nach den klärenden Worten des Bundesrates von Gestern nicht abgeflacht.

Experten glauben nun, dass Swisscom kleinere Zukäufe ins Auge fassen wird.
Experten glauben nun, dass Swisscom kleinere Zukäufe ins Auge fassen wird.
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«Swisscom wird vermutlich zur Kompensation auch mehrere Akquistionen tätigen wollen», sagte Panagiotis Spiliopoulos, Telekomexperte bei der Bank Vontobel, in einem Interview im «Tages-Anzeiger».

Mehrere Akquisitionen multiplizierten die operativen Risiken. Aber die finanziellen Folgen seien doch überblickbarer geworden, sagte Spiliopoulos.

Der Kauf der irischen Telekomgesellschaft Eircom, der vom Bundesrat verhindert worden war, wäre aus der Sicht von Spiliopoulos nicht sinnvoll gewesen.

Eircom sei stark verschuldet und habe einen Marktanteil von 80 Prozent. Das bedeute, dass sie - gleich wie die Swisscom - nur noch Marktanteile verlieren könne.

Nur Weg ins Ausland möglich

Swisscom werde es aus sich heraus schwer haben, Wachstum zu erzielen, sagte Frank Rothauge, Telekomexperte bei der Bank Sal. Oppenheim in einem Interview in der «Finanz und Wirtschaft» vom Samstag.

Deshalb bleibe nur der Weg ins Ausland, und der scheine zumindest sehr deutlich eingeschränkt zu sein.

Ein fast gänzliches Verbot von Auslandengagements sei kaum im Interesse der Swisscom-Investoren, sagte Rothauge. Es sei schade, dass von staatlicher Seite ein so dogmatischer Eingriff geschehen sei.

Im Endeffekt sei es eine ziemlich dumme Geschichte: Die Schweizer Regierung habe vor einem Verkauf erst einmal den Wert ihrer Beteiligung eingeschränkt. Das laufe der Absicht völlig zuwider, im Sinne des Steuerzahlers einen höheren Preis zu erzielen, und sei eine «sehr seltsame Vorgehensweise».

(rr/sda)

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