Swisscom-Chef Schloter favorisiert IP

publiziert: Sonntag, 4. Jun 2006 / 18:18 Uhr

Auf der Internationalen Handelsblatt Jahrestagung Telekom Markt Europa in Bonn ging es erwartungsgemäss auch um den Megatrend Konvergenz.

Intergration in angestammten Märkten bringt laut Schloter den Erfolg.
Intergration in angestammten Märkten bringt laut Schloter den Erfolg.
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Dabei betonte Swisscom-Chef Carsten Schloter die Integrationsmöglichkeiten der IP-Telefonie. Nun sind bislang die verschiedenen Anwendungswelten rund um die Kommunikation ja noch stark getrennt (TV, PC, mobile Endgeräte, Telefon). Dies führt zu unerwünschten Medienbrüchen. Die Kunden hätten gern integrierte Produkte.

Laut Schloter würden die Brücken zwischen diesen Anwendungswelten weniger in der Standardisierung der Herstellerindustrie geschlagen, sondern vielmehr durch integrierte Anbieter. Diese könnten Privatkunden beispielsweise Triple Play und One Service bieten.

Mobilfunk als Fremdkörper

Im Geschäftskundenbereich folge die Konvergenz ganz anderen Bedürfnissen: So müssten Unternehmen noch immer viele unterschiedliche Produkte bei verschiedenen Anbietern einkaufen, um ihre Arbeitsplätze entsprechend auszustatten. Und die Mitarbeiter brauchen in Folge eine Datenverbindung, ein Telefon, ein Handy und möglicherweise würden sie auch noch mit einem Blackberry für die mobile E-Mail ausgestattet.

Einen grossen Schritt bringt VoIP, weil damit Datenverkehr und Sprachtelefonie auf eine Infrastruktur gebracht werden können. Das Problem ist weiterhin der Mobilfunk, der noch immer ein Fremdkörper in der IP-Welt sei. Wer die Circuit-Switched-Welt in die IP-Welt integrieren könne, sei massiv im Vorteil. «Konvergenz ist eine Riesen-Chance für einen intergrierten Anbieter.» Vor allem in Hinblick auf den Bau und den Betrieb von Next-Generation-Netzwerken hätten intergrierte Anbieter die besten Chancen.

IP mit riesigem Einsparpotential

Der vernünftigste Weg in Sachen Konvergenz wäre laut Schloter, Daten und Sprache auch im Mobilfunk gleich nach der Antenne über den IP-Layer abzuführen. Alles andere fülle im Grunde nur die Auftragsbücher der Infrastrukturhersteller. Die komplette Umstellung auf IP berge allein für die Swisscom ein zehnstelliges Einsparpotenzial.

Zu den neuen Discount-Angeboten sagte Schloter: «No Frills gewinnen nicht über den Preis, sondern über den Brand». Über Preise könne man sich in einem Markt, wo es wöchentlich Preisnews gibt, nicht differenzieren.

Das Telekom-Monopoly

Was ist nun das Hauptproblem der Branche: Die Konsolidierung. Im Festnetz habe im Grunde kaum eine solche stattgefunden. Das sei auch nicht verwunderlich, denn man müsse sich fragen, wann Grösse Sinn macht. Und das sei nur der Fall, wenn man Skalenvorteile erwirtschaften könne. Grösse bringt in der Regel nur Probleme mit sich und Skalenvorteile habe man nur, wenn man z.B. Angebote replizieren könne. Das funktioniere wiederum nur in homogenen Märkten mit einer homogenen Kundenstruktur. Wenn das nicht machbar sei, habe Grösse keinen Sinn: Bisher seien die meisten Übernahmen im TK-Markt in der Regel nicht wertsteigernd gewesen.

Die TK-Landschaft heute gleiche einem Monopoly-Spiel, wo viele Player gespielt haben, alle Häuschen vergeben seien, aber keiner so richtig froh damit wird. Das Spiel könnte mehr Wert haben, wenn die Häuschen etwas anders verteilt würden. Daher seien in diesem Bereich auch die Private Equity-Unternehmen unterwegs.

Gegen Akquisitionsflickwerke

Abschliessend stellte Schloter folgende Hypothese auf: Erfolgreich werden Anbieter sein, die in ihrem angestammten Märkten konsequent Integration umsetzen und die nicht von einem Flickwerk internationaler Akquisitionen blockiert seien.

Konvergenz könnte ein Treiber für sinnvolle Konsolidierung sein: Nämlich wertschaffend, wenn die gleichen konvergenten Dienste in homogenen Märkten repliziert werden können.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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