Super-Teleskope auf dem Weg ins All

publiziert: Donnerstag, 14. Mai 2009 / 15:44 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Mai 2009 / 22:33 Uhr

Kourou - Die Europäische Raumfahrtorganisation ESA hat zwei ihrer bislang teuersten und aufwendigsten Missionen zur Erforschung des Universums gestartet. Eine Ariane-5-Rakete brachte die Weltraumteleskope «Herschel» und «Planck» ins All.

Alles bereit: Ariane 5 startete um 15.12 Uhr MEZ in den Weltraum.
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«Herschel» gilt als die grösste jemals gebaute Beobachtungsstation dieser Art und soll viel tiefer und genauer ins Weltall blicken als seine Vorgänger. «Planck» wird die aus der Frühzeit des Universums stammende kosmische Hintergrundstrahlung erforschen, die als das «Echo des Urknalls» bezeichnet wird.

Beide Missionen kosten zusammen rund 1,8 Milliarden Euro. Auch Schweizer Forscher und Unternehmen arbeiten an ihnen mit, darunter etwa die ETH Zürich, die Fachhochschule Nordwestschweiz und das Unternehmen Oerlikon Space.

Rund eine halbe Stunde nach dem Bilderbuchstart vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana koppelten sich die beiden High-Tech-Instrumente von der Rakete ab, was im Kontrollraum mit Beifall gefeiert wurde.

Ihre endgültigen Positionen in 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde werden die beiden Teleskope erst in rund zwei Monaten erreichen. Dort sollen sie um einen virtuellen Punkt im Raum kreisen, von dem aus sich die störenden Einflüsse von Sonne, Erde und Mond hinter einem einzigen Wärmeschild verstecken lassen.

«Herschels» Teleskopspiegel misst im Durchmesser 3,5 Meter - eineinhalb Mal so viel wie der des US-Teleskops «Hubble». Der 7,5 Meter lange Satellit soll unter anderem die Geburt von Sonnen und Galaxien beobachten. Dank seiner Infrarot-Technik kann «Herschel» dabei auch Staubwolken und Gase durchdringen, die normalen Telekskopen den Blick versperren.

(smw/sda)

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