Sunrise-Kauf kommt nicht in Frage

publiziert: Samstag, 2. Sep 2006 / 12:53 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Sep 2006 / 13:32 Uhr

Luzern - Für Swisscom-Chef Carsten Schloter kommt eine Übernahme des Telekommunikations-Konkurrenten Sunrise nicht in Frage.

Swisscom-CEO Carsten Schloter.
Swisscom-CEO Carsten Schloter.
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Ein solcher Kauf sei aus Gründen des Wettbewerbsrechts kaum möglich. Eine allfällige Übernahme von Sunrise durch die Deutsche Telekom, über die vor einiger Zeit spekuliert wurde, würde die Telekom- Tochter T-Systems stärken, die bereits in der Schweiz tätig ist, wie Schloter in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Samstag sagte.

«Gefährlicher wäre für uns wohl, wenn Orange zum Zuge käme. Damit wäre Orange neu ein Komplettanbieter im Bereich Festnetz und Mobilfunk und wäre somit besser als heute in der Schweiz in der Lage, die Strategie des französischen Mutterhauses mitzutragen. Und Orange könnte mit einem höheren Umsatz massiv die anteiligen Kosten reduzieren», sagte Schloter.

Jens Alder übernimmt Sunrise-Mutter

«Bedrohlicher als ein ein Engagement der Telekom wäre auch, wenn Cablecom Sunrise übernehmen würde. Auch Cablecom könnte ihr Angebot ausweiten und die Kosten senken.» Die Swisscom verfolge selber laufend mehrere Übernahmeprojekte. Konkrete Angaben zum gegenwärtigen Stand machte Schloter nicht.

Schloters Vorgänger als Swisscom-Chef, Jens Alder, übernimmt per 1. November die Führung der Sunrise-Muttergesellschaft TDC. Die fünf Beteiligungsgesellschaften, die TDC 2005 für über 10 Mrd. Euro gekauft hatten, wollen den Wert des Konzerns deutlich steigern. Dazu ist der Verkauf einiger, noch zu bestimmender Unternehmensteile geplant.

(ht/sda)

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