Studie: Mobiltelefone senken Selbstmordrate in Finnland
publiziert: Mittwoch, 22. Okt 2003 / 07:46 Uhr

Mobiltelefone sind einer Studie zufolge verantwortlich für sinkende Selbstmordraten in Finnland. Handys hätten den Finnen zu einem neuen Mittel verholfen, ihre Gefühle auszudrücken, sagte eine Vertreterin des finnischen Statistik-Instituts, die Wissenschaftlerin Helena Korpi, heute in Helsinki.

Ein Handy kann Selbstmord vermeiden.
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Am Handy falle es ihren Landsleuten leichter, über ihre Depressionen zu reden. Dies werde als nicht so "geheim" und daher als nicht so "peinlich" empfunden. Die Wissenschaftlerin betonte, dies habe dazu geführt, dass die Suizidrate in Finnland auf das Niveau der 60er Jahre gefallen sei. Allerdings spielten bei dieser Entwicklung auch neue Antidepressiva und Vorbeugungsprogramme für Selbstmordgefährdete ein Rolle.

In Finnland ist in der männlichen Altersgruppe zwischen 15 und 64 Selbstmord die vierthäufigste Todesursache. Gleichzeitig hat das Heimatland des Mobiltelefon-Herstellers Nokia eine der höchsten Verbreitungsraten von Mobiltelefonen weltweit.

(Hayo Lücke/teltarif.ch)

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