Sprechstunde für Mobilfunk-Geschädigte lanciert

publiziert: Dienstag, 29. Mrz 2005 / 13:31 Uhr

Bern - Personen, die sich wegen Mobilfunkstrahlung krank fühlen, können sich neu unentgeltlich an eine ärztliche Sprechstunde wenden. Finanziert wird das Projekt von der Stiftung Mobilkommunikation und Umwelt.

Wissenschaftlich bewiesen ist eine mögliche Schädigung der Strahlen nicht.
Wissenschaftlich bewiesen ist eine mögliche Schädigung der Strahlen nicht.
Bisher habe es kein konkretes Projekt gegeben, das Meldungen von so genannt elektrosensiblen Menschen erfasse, sie untersuche und berate, teilte die Stiftung mit. Ab sofort könnten Interessierte direkt die ärztliche Sprechstunde kontaktieren oder der Ombudsstelle der Stiftung einen Brief oder eine Email schicken.

Die ärztliche Sprechstunde ist an die umweltmedizinische Beratungsstelle des Instituts für Umweltmedizin am Kantonsspital Luzern angegliedert. Geleitet wird sie von Professor Jan-Olaf Gebbers.

Wissenschaftlich nicht bewiesen

Das Entwickeln von gesundheitlichen Beschwerden wegen elektromagnetischer Felder ist als subjektives Phänomen anerkannt. Subjektiv deshalb, weil die Personen die Symptome in der Regel auf Grund eigener Beobachtungen auf elektromagnetische Felder zurückführen. Wissenschaftlich bewiesen ist das Phänomen nicht.

Die Stiftung Mobilkommunikation und Umwelt wird von den drei Mobilfunkbetreibern Swisscom, Sunrise und Orange getragen. Seit November 2002 betreibt sie eine Ombudsstelle.

(rp/sda)

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