Sony will 20 000 Stellen abbauen

publiziert: Dienstag, 28. Okt 2003 / 13:09 Uhr

Tokio - Der Unterhaltungselektronik-Konzern Sony will in den kommenden drei Jahren weltweit rund 20 000 Stellen streichen. Das sind gut 13 Prozent der Belegschaft. Die Massnahme ist Teil eines Restrukturierungsprogramms.

Sony will in den kommenden Jahren auf fast 13 Prozent seiner Belegschaft verzichten.
Sony will in den kommenden Jahren auf fast 13 Prozent seiner Belegschaft verzichten.
Der Plan sieht vor, dass der japanische Konzern bis zum Geschäftsjahr 2006/07 eine operative Gewinnmarge von 10 Prozent erreicht, wie Sony mitteilte. Derzeit liegt die Marge bei 2,5 Prozent.

Sony kündigte weiter die Ausgliederung seiner Finanzsparte an. Die gut laufende Finanzsparte - bestehend aus Sony Life, Sony Bank und Sony Assurance - werde möglicherweise an die Börse gebracht, hiess es. Zunächst würden die drei Einheiten jedoch in eine Holding eingebracht.

Ferner ist bei der Bildschirmtechnik ein Joint Venture mit dem südkoreanischen Technologie-Konzern Samsung Electronics geplant. Das Gemeinschaftsunternehmen für Flüssigkristall-Bildschirme (LCD) habe ein Volumen von umgerechnet 1,45 Mrd. Euro, teilte Samsung mit.

Die Umstrukturierung soll die jährlichen Fixkosten von Sony bis 2006/07 um 330 Mrd. Yen reduzieren. Sony hatte letzte Woche für das vergangene Quartal (per Ende September) einen 25-prozentigen Gewinnrückgang vermeldet. Der Konzern begründete dies unter anderem mit schwachen Verkäufen der Spielkonsole Playstation 2.

Für das gesamte laufende Geschäftsjahr senkte der Konzern seine Prognose für den operativen Gewinn um 23 Prozent auf 100 Mrd. Yen. Beim Nettogewinn erwartet Sony weiterhin 50 Mrd. Yen.

(fest/sda)

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