Huawei und ZTE zeigen Messe-Highlights

Smartphones auf dem MWC: China prescht nach vorn

publiziert: Donnerstag, 1. Mrz 2012 / 16:15 Uhr
Smartphones aus China gehörten zu den Höhepunkten des MWC.
Smartphones aus China gehörten zu den Höhepunkten des MWC.

Bemerkenswert: Entwicklung chinesischer Hersteller. Top-Leistung, schickes Design und günstige Preise

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Dual-Core, Quad-Core, LTE, CDMA, HSPA, IPS-Display, True-HD, Dolby 5.1 - die Liste liesse sich sicherlich noch über mehrere Zeilen fortsetzen. Diese Fachbegriffe haben wir auf zahlreichen Veranstaltungen und auf den Ausstellungsflächen auf der heute in Barcelona zu Ende gehenden Mobilfunkmesse Mobile World Congress immer wieder gehört. Sie gehören zum aktuellen «Must-have»-Programm beim Feature-Quartett der grossen Handy-Hersteller. Genauso passen sie zu den etwa vierzig neuen Smartphones, über die wir für Sie in den vergangenen Tagen berichtet haben. Und doch stellen wir Ihnen - anders als in den Jahren vorher - in diesem Überblicksartikel zum Ende der Messe nicht die in unseren Augen sehenswertesten Geräte vor, sondern konzentrieren uns auf ein anderes Thema.

Dies hat mehrere Gründe: Zum einen sind unter den vielen Smartphones (und vergleichsweise wenigen Tablets) nur wenige Geräte dabei gewesen, die uns wirklich länger im Gedächtnis hängen bleiben werden, viele sind schlicht zu austauschbar. So überraschten uns in den letzten Tagen nur wenige Hersteller: Neben dem in der letzten Zeit schwächelnden Marktführer Nokia, der nach einigen Jahren Quasi-Abstinenz einen gelungenen Re-Start hinlegen konnte, und dem vielversprechenden, günstigen HTML5-Smartphone von Mozilla waren das vor allem die chinesischen Hersteller. Huawei und ZTE machen Ernst mit dem «Staatsplan» und wollen nicht mehr nur als Netzwerkausrüster und namenlose Produzenten für andere Anbieter (OEM) weltweit Beachtung finden, sondern auch beim Endkunden zu gefragten Smartphone-Marken werden.

Huawei ist weiter als ZTE

Huawei ist auf dem Weg in die westlichen Endkunden-Märkte bereits deutlich weiter als ZTE. Dies wird nicht nur in den beiden Highlights der beiden bislang wichtigsten Messen in diesem Jahr deutlich: Zur 2012 International CES brachte Huawei das Ascend P1S mit, das immer noch dünnste Smartphone der Welt. Hier in Barcelona legte der Hersteller aus China noch eins drauf und stellte das nach eigenen Aussagen schnellste Smartphone der Welt vor, das Ascend D quad. Dieses Handy sehen wir uns in diesem Artikel noch einmal genauer an.

Aktuelle Highlights von Huawei und ZTE zeigen wir auf der folgenden Seite. Weiter berichten wir, wie die chinesischen Hersteller von den aktuellen Branchengrössen gesehen werden.

Top-Leistung, schickes Design und günstige Preise

Andere Hersteller, beispielsweise HTC aus Taiwan oder die koreanischen Hersteller Samsung, LG beobachten die Entwicklungen in China sehr genau. Huawei ist für sie nicht nur aufgrund der gezeigten Geräte ein sehr ernst zu nehmender Wettbewerber, die Chinesen bauen auch eine grosse Zahl der wesentliche Komponenten im Smartphone selbst. So arbeitet im Ascend D quad ein von Huawei selbst entwickelter und gefertigter Quad-Core-Chip, der nicht nur bis zu 1,5 GHz schnell, sondern laut Herstellerangaben auch noch extrem stromsparend ist. Hinzu kommen günstigere Entwicklungs- und Produktionskosten, so dass beide Highend-Smartphones in der Ascend-Reihe voraussichtlich für maximal 515 Franken und damit etwa 125 bis 200 Franken günstiger als die Wettbewerber-Telefone auf den Markt kommen werden.

Einen ähnlichen Weg wie bei den Smartphones der Ascend-Marke schlägt Huawei auch bei den Tablets ein. Mit der aktuellen Neuvorstellung des MediaPad 10FHD setzte Huawei eine deutliche Duftmarke bei den Android-Tablets. Quad-Core-Prozessor, ein 10-Zoll-Display mit höchster Auflösung von 1 920 mal 1200 Pixeln und ein schon beim Vorserien-Modell sehr gut verarbeitetes Alu-Gehäuse lassen auch hier erahnen, welches Level Huawei anstrebt.

ZTE: Innovativ, aber noch sehr asiatisch

Huawei tut offensichtlich der Einfluss von Experten aus anderen Ländern sehr gut. Sowohl in China als auch an den anderen Standorten des Unternehmens arbeiten mittlerweile bunt gemischte Teams aus allen Regionen der Welt zusammen. Die jeweiligen Landesgesellschaften werden in der Regel von Kennern des lokalen Marktes geführt.

ZTE ist dagegen noch in typisch chinesischen Strukturen organisiert, was man speziell bei Themen wie Marketing und Präsentation, aber auch der Kommunikation vor Ort am Messestand spürt. Technisch zeigt ZTE hingegen mit dem ZTE Era ein ähnlich ambitioniertes Quad-Core-Smartphone. Dabei setzt man nicht auf eine selbst entwickelte CPU, sondern setzt auf Know-How des Spezialisten nVidia.

Gleichsam verfügt aber auch ZTE - genauso wie Huawei - über eine sehr starke Position im grössten Mobilfunkmarkt der Welt, dem Heimatmarkt China. Beide Unternehmen beschäftigen dort je etwa 100 000 Menschen in Forschung, Entwicklung und Fertigung und den notwendigen langen Atem für die beschriebenen Pläne.

Bringt China den Power auf die Strasse? Aktuell: Jein!

Der Schritt der Chinesen nach Europa ist Ausdruck eines zuletzt stetig gewachsenen Selbstbewusstseins: China will nicht mehr nur die grosse Fertigungshalle für Apple und Co. sein, sondern eigene Marken quer über die Welt streuen und stützt dies über einen reichhaltig ausgestatteten, staatlichen Investitionsfonds. Durch den wirtschaftlichen Erfolg im eigenen Land verfügen alle grossen Telekommunikationskonzerne über reichhaltige finanzielle Mittel, sich nach Westen zu öffnen. Gleichzeitig sind aber auch westliche (Design-)Einflüsse immer wichtiger für den Erfolg zuhause in China. Speziell Huawei kombiniert diese Einflüsse sehr geschickt, aber auch ZTE öffnet sich gerade immer mehr.

Am Ende kommen dabei immer bessere Produkte heraus, die ähnlich wie bei Samsung, HTC oder Sony auch das gewisse Etwas mitbringen, um erfolgreich sein zu können. Wenn dann auch noch der Preis ähnlich «sexy» ist, wie im letzten Herbst beim Kassenschlager Huawei Ideos X3, fällt es schwer, keinen Erfolg zu prognostizieren. Den Anfang wird dabei Huawei machen, bleibt aber sicherlich nicht lange alleine.

(Steffen Herget/teltarif.ch)

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