Skype über UMTS taugt wenig

publiziert: Sonntag, 5. Mrz 2006 / 16:09 Uhr

Fehlende Qualitätssicherung behindert VoIP in Mobilfunknetzen. Experten warnen vor Euphorie.

«Die heutigen leitungsvermittelten Netzwerke sind in zehn Jahren Geschichte.»
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Auf der Konferenz IMS-Forum des Kongressveranstalters «Euroforum» warnte Professor Thomas Magedanz vor zuviel Euphorie bezüglich der absehbaren neuen, auf Voice over IP basierenden Technologien. Zwar ist es für ihn ausgemacht, dass die heute noch üblichen leitungsvermittelten Netzwerke in zehn Jahren nur noch Geschichte sein werden. Doch ist es bis dahin noch ein langer, steiniger Weg.

Im heutigen UMTS-Netz seien beispielsweise VoIP-Dienste wie Skype nur sehr eingeschränkt nutzbar. So sei der Vorstoss von E-Plus, Skype im eigenen Netz anzubieten, «zu belächeln»: «Wenn Sie der einzige in einer UMTS-Zelle sind, dann funktioniert's. Auf einer Messe können Sie das hingegen gleich wieder abschalten.» Bei hoher Belastung der Mobilfunkzelle würden nämlich die Skype-Datenpakete insgesamt zu unzuverlässig übertragen.

Push to Talk ohne Erfolge

Professor Thomas Magedanz ist dabei nicht irgendwer, sondern als Lehrstuhlinhaber «Architektur der Vermittlungsknoten» an der TU Berlin und Leiter des Kompetenzzentrums «Next Generation Networks Integration» am Fraunhofer Institut Fokus ein echter Profi der Telekommunikation.

Den bisherigen kommerziellen Misserfolg des Walkie-Talkie-ähnlichen Dienstes Push-to-Talk führt er darauf zurück, dass zum Zeitpunkt der Einführung des Dienstes die bis dahin verfügbaren Systeme inkompatibel zueinander waren. Letztendlich haben die Netzbetreiber und Ausrüster «die Rechnung ohne den Kunden gemacht».

Qualitätssicherung in Kinderschuhen

In einigen Jahren wird hingegen VoIP auch in den Mobilfunknetzen eingeführt werden. Unerlässlich ist dafür jedoch, dass zusätzliche Schichten zur Qualitätssicherung (kurz QoS) eingebaut werden, die es zum Beispiel ermöglichen, feste Bandbreiten für Sprach- oder Videokanäle zu reservieren. Die Mechanismen dafür befinden sich derzeit jedoch erst in der Standardisierung.

Vom Netzbetreiber unerwünschter VoIP-Traffic (zum Beispiel, weil der Endkunde über ein anderen SIP- bzw. IMS-Server, als vom Netzbetreiber erwünscht, telefoniert) könne hingegen vom Netzbetreiber durchaus erkannt und künstlich weiter verschlechtert werden, so dass dem Kunden die Lust daran vergehe. Allerdings sei der Netzbetreiber dann mit «einem Bein im Gefängnis», da undiskriminierter Zugang zu IP-Netzen durchaus zu den künftigen Grundrechten in einer Informationsgesellschaft gehören werde.

(Kai Petzke/teltarif.ch)

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