Siemens gibt die Modemarke Xelibri auf

publiziert: Montag, 24. Mai 2004 / 10:35 Uhr

Der Handyhersteller Siemens verabschiedet sich von seinem Konzept, modische Mobiltelefone unter der Marke Xelibri zu verkaufen. Wie das Handelsblatt heute berichtet, werden neue Xelibri-Kollektionen nicht mehr auf den Markt kommen.

Das superleichte Siemens Xelibri 8 wird es bald nicht mehr geben.
Das superleichte Siemens Xelibri 8 wird es bald nicht mehr geben.
"Das ist eingestellt", bestätigte ein Siemens-Sprecher dem Handelsblatt. Die Entscheidung soll schon vor gut drei Wochen gefallen zu sein. Die Siemens-Mobilfunksparte ICM hatte im Januar 2003 die neue Marke Xelibri mit einem Auftritt in London gestartet.

Geschäft nicht wie erwartet

Wie damals berichtet, versprach sich ICM-Chef Rudi Lamprecht von der neuen Marke Xelibri eine Erhöhung des weltweiten Marktanteils der Münchener. Aber das Geschäft lief nicht wie erwartet. Die Abschreibungen auf die hohen Lagerbestände der schwer verkäuflichen Design-Handys drückten aufs Ergebnis.

Doch Ende letzten Jahres schob man das Versagen des Konzepts Xelibri noch auf die falschen Vertriebskanäle. Die neuen Geräte mit ausgefallenem Design, die zwischen 200 und 400 Euro kosteten, sollten ähnlich wie Modeprodukte jeweils im Frühling und im Herbst in einer neuen Kollektion auf den Markt kommen und nur zwölf Monate im Verkauf sein. Der Vertrieb sollte über Kaufhäuser und Modeboutiquen erfolgen.

Siemens schweigt über Verkaufszahlen

Das Projekt erwies sich als Flop. Siemens schweigt sich über Verkaufszahlen aus, doch das legt die Annahme nahe, dass sie weit unter den Erwartungen gelegen haben müssen. Zuletzt versuchte Siemens das Konzept zu retten, in dem Xelibri in die ICM-Handy-Sparte eingegliedert wurde.

Seit November 2003 ist die zweite und damit letzte Xelibri-Kollektion am Markt. Offen ist laut Handelsblatt noch, wie der Name Xelibri künftig vermarktet werden soll. "Wir überlegen, wie wir die Marke Xelibri weiter nutzen werden", wird ein ICM-Sprecher zitiert. Derzeit ist Siemens hinter Nokia, Motorola und Samsung Nummer vier auf dem Handy-Markt

(pt/teltarif.ch)

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