So wasserfest, staubdicht und sturzfest ist der Androide
Samsung Galaxy Xcover 2: Das Outdoor-Smartphone im Test
publiziert: Montag, 29. Apr 2013 / 09:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 29. Apr 2013 / 09:37 Uhr

Der Sommer naht, die Freizeit­aktivitäten können beginnen. Bei den ein oder anderen Vorhaben, wie einem Ausflug an den See oder Zelten im Wald, besteht jedoch eine Gefahr für den sensiblen mobilen Begleiter - das Smartphone.

Da es so ganz ohne kaum noch geht, häufen sich widerstands­fähige und robuste Smart­phones für den Outdoor-Einsatz. Samsung hat mit dem Galaxy Xcover 2 einen Nachfolger seines Outdoor-Smartphones Galaxy Xcover S5690 auf den Markt gebracht. Preislich liegt das Handy derzeit unter 260 Euro (ca. 320 Schweizer Franken) im Online-Handel, die unverbindliche Preis­empfehlung des Herstellers beträgt 379 Euro (ca. 465 Schweizer Franken).

Wasserdicht, staubdicht und sturzfest - diese Versprechen gibt der Hersteller auf sein neues Android-Modell. Unser Handytest zeigt, ob sich das Galaxy Xcover 2 wirklich für Extrem-Situationen eignet.

Robustes Design, verschraubter Deckel und mechanische Tasten

Äusserlich ist das Samsung Galaxy Xcover 2 ein­deutig als Outdoor-Gerät zu erkennen. Die Rückseite ist zwar geriffelt, aber dadurch nicht unbedingt rutschfest. Eine gummierte Fläche hätte eher einen sicheren Halt selbst bei nassen Händen gewähr­leistet. Die Seiten sind bei unserem Testmodell Rot und ebenfalls geriffelt. Links befindet sich die Lautstärke­wippe sowie die Möglichkeit, eine Trag­schlaufe zu befestigen, rechts die Power-Taste sowie eine Kamera-Taste. Die Anschlüsse für Kopfhörer und Micro-USB sind durch Kappen vor Staub und Wasser geschützt. Der Akkudeckel ist mittels eines Schraub­verschlusses fest am Gehäuse befestigt, so dass selbst bei einem Sturz sich der Deckel nicht lösen sollte. Mit seinen stolzen 149 Gramm liegt das Xcover 2 spürbar in der Tasche.

Die drei Tasten für Start, Menü und Zurück sind, wie noch von älteren Smartphones bekannt, mechanisch und ermöglichen so durch die fühlbare Abgrenzung eine schnelle Bedienung, selbst unter der Wasser­oberfläche. Diese mechanischen Tasten lassen sich jedoch sehr schwerfällig bedienen, ebenso ist die Reaktionszeit deutlich langsamer als bei Befehlen über den Touchscreen.

Mit seinem 4 Zoll (10,16 Zentimeter) grossen TFT-Display ist die Auflösung von 480 mal 800 Pixel eher mau, angesichts des Preises allerdings akzeptabel. Von einem Outdoor-Smartphone erwartet man eine ausreichend helle Darstellung für die Nutzung bei Tageslicht. Bei strahlendem Sonnen­schein sind die Inhalte auch mit dem Galaxy Xcover 2 kaum zu erkennen, im Vergleich mit Smartphones dieser Preisklasse ist die Helligkeit jedoch ausreichend. Die Blick­winkel­stabilität hingegen ist überraschend gut. Als Betriebssystem setzt Samsung auch hier auf Googles Android in der Version 4.1.2 (Jelly Bean). Von dem 4 GB grossen internen Speicher sind nur rund 850 MB frei verfügbar. Eine Speicher­erweiterung hat Samsung auch bei diesem Androiden vorgesehen. Die Leistung ist seiner Preisklasse angepasst.

Hier setzt Samsung auf einen Dual-Core Prozessor, der mit 1 GHz getaktet ist und von 1 GB Arbeits­speicher begleitet wird. In der Praxis läuft das Xcover 2 zum grössten Teil flüssig und erweist sich als durchaus alltags­tauglich, einen Schnellig­keits­rekord kann es natürlich nicht aufstellen. Für das Surfen im mobilen Internet ermöglicht das Galaxy Xcover 2 HSPA mit 14,4 MBit/s im Downstream und 5,76 MBit/s im Upstream.

Schwache Akkulaufzeit für ein Outdoor-Gerät

Mit einer Kapazität von nur 1 700 mAh hat Samsung nicht gerade den stärksten Akku verbaut. Gerade bei mehrtägigen Ausflügen ohne Auflade­möglich­keiten kann dies ziemlich unter­dimensioniert sein. Zumindest kann ein Ersatz-Akku ins Gepäck, da der Akku auswechselbar ist. In unserem Test haben wir die Display­helligkeit auf das Maximum aufgedreht und zwischendurch den GPS-Empfänger aktiviert. Ein voller Tag kann so zwar gestemmt werden, die nächtliche Steckdose darf hingegen bei ganztägiger Nutzung nicht fehlen.

Kommen wir nun zu einem weiteren interessanten Teil dieses Handytests. Wir haben das Samsung Galaxy Xcover 2 in einen Brunnen geworfen, einen Sandsturm simuliert und die Bedienung mit nassen Fingern unter die Lupe genommen.

Bedienung mit nassen Fingern, Wasserbad, Sturz und Sandbeutel-Test

Ein wichtiger Punkt bei Outdoor-Geräten ist die Frage nach der Bedien­barkeit mit nassen Fingern. Hierfür haben wir einen leichten Regen­schauer simuliert. Sofern nur zwei bis drei Tropfen auf der Display­oberfläche liegen, ist eine Eingabe noch weitestgehend möglich. Mit mehr Feuchtigkeit wird das Samsung Galaxy Xcover 2 jedoch nicht fertig. Der Touchscreen reagiert entweder gar nicht oder kann die Befehle nicht korrekt zuordnen. Beim Test mit dem Sony Xperia go hat dies damals besser funktioniert.

IP67: So wasserfest, staubdicht und sturzfest ist das Smartphone

Die Neuauflage des Xcover hat ebenfalls die IP67-Zertifizierung erhalten, nach der es einen Tauchgang von 30 Minuten bei einer Tiefe von maximal einem Meter bedenkenlos überstehen soll. Also haben wir das Gerät für diesen Zeitraum in unser proviso­risches Aquarium gelegt. Bereits beim Eintauchen startete das Samsung-Smartphone diverse Anwendungen. Nach exakt 30 Minuten haben wir es wieder aus dem Wasser genommen.

Die Badezeit hat durchaus ihre Spuren hinterlassen - die ersten Befehle konnte das Gerät entweder gar nicht oder mit deutlicher Verzögerung umsetzen. Nach einer Ruhe- bzw. Trocken­zeit reagierte das Galaxy Xcover 2 wieder wie gewohnt. Ein Blick unter den Akku­deckel und die Verschluss­kappen zeigt, dass sich auch eine erstaunliche Menge Flüssigkeit ange­sammelt hat. Die Fläche unter dem Akku blieb hingegen trocken, so dass die Elektronik weitest­gehend geschützt zu sein scheint.

Auch Staub­schutz gehört zu den Outdoor-Features des Galaxy Xcover 2. Für diesen Test wurde das Gerät in einem Beutel voll fein­körnigem Sand kräftig durchgeschüttelt. Die einzelnen Sand­körner bleiben zwischen den Hardware-Tasten hängen, was erstmal nicht schlimm erscheint. Immerhin kann das Smartphone unter einem Wasser­hahn wieder abgespült werden. Auch unter dem Akku­deckel konnten wir Sand­körner entdecken, und hier wird die Beseitigung des Sandes schwieriger. Vor allem die Öffnung für die Trag­schlaufe ist voll Sand und kann nur mithilfe eines spitzen Gegenstandes gesäubert werden. Wir haben das Gerät aus einer Fallhöhe von etwa 1,20 Meter auf harten Untergrund fallen lassen. Beim Aufprall bleibt der angeschraubte Akku­deckel zwar am Gehäuse, die Seiten der Abdeckung lösen sich jedoch leicht vom Gerät.

5-Megapixel-Kamera ermöglicht Unterwasser-Aufnahmen

Sehr positiv ist der vorhandene Auslöser am Gehäuse, der Aufnahmen unter Wasser ermöglicht. Wir hatten bereits wasserdichte Outdoor-Smartphones im Test, die diese Funktion nicht mitbrachten. Auch der Kamera­modus lässt sich über diese Taste aufrufen, die hierfür jedoch gute zwei Sekunden gedrückt werden muss. Für die Unter­wasserauf­nahmen steht der Aufnahme­modus Wasser bereit, der zumindest in der Vorschau die Farben kräftiger erscheinen lässt. Die 5-Megapixel-Kamera macht über der Wasser­oberfläche passable Schnapp­schüsse. In unserem Test­bild ist die Farb­darstellung nicht besonders kräftig. Die Front­kamera bringt nur eine VGA-Auflösung mit.

Fazit: Für den Outdoor-Einsatz geeignet, aber mit Abstrichen

Das Samsung Galaxy Xcover 2 beweist Widerstands­fähigkeit und ist für Freizeit-Aktivitäten im Freien durchaus geeignet. Es übersteht Stürze, den Fall ins Wasser und auch ein Sand­bad. Bei der Nutzung sind allerdings Abstriche zu machen. Die Akku­laufzeit ist für ein Outdoor-Smartphone eher schwach, der interne Speicher ist zudem sehr klein ausgefallen. Ein nettes Feature bringt die Haupt­kamera mit, diese ermöglicht die Aufnahme selbst unter der Wasser­oberfläche mit einem speziellen Hardware-Auslöse­knopf.

(Paulina Gesikowski/teltarif.ch)

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