SMS bleibt weiterhin der beliebteste Mobilfunkdienst

publiziert: Sonntag, 20. Okt 2002 / 03:25 Uhr

Bielefeld - Der beliebteste Mobilfunkdienst ist nach wie vor das Versenden und Empfangen von SMS (Short Message Service). Dies ergab die monatliche Trendanalyse der TNS EMNID, die dazu mehr als 1 000 Mobilfunknutzer befragten.

SMS machen rund zehn Prozent der Gesamt-Erträge der Netzbetreiber aus.
SMS machen rund zehn Prozent der Gesamt-Erträge der Netzbetreiber aus.
In Deutschland werden monatlich insgesamt etwa 2,2 Milliarden SMS empfangen und versendet. 69 Prozent der befragten Mobilfunknutzer gaben an, mindestens eine SMS pro Woche zu empfangen. Nur zehn Prozent weniger verschicken mindestens eine SMS in einer Woche.

Im Zeitraum vom 23. September bis zum 29. September nutzten sieben Prozent der befragten Mobilfunknutzer die Möglichkeit, Logos oder Bilder zu versenden. Nur vier Prozent sollen Logos und Bilder heruntergeladen haben und lediglich ein Prozent der Befragten nutzen Handys mit integrierter Kamera, um die entstandenen Bilder dann zu versenden.

Hier besteht also noch großes Wachstumspotential, obwohl T-Mobile und Vodafone im August schon jeweils 15 000 Handys mit integrierter Kamera verkauft haben sollen.

Zudem gibt ein britisches Marktforschungsunternehmen an, der Handynutzer sei gern bereit einen hohen Preis für den Bildversand zu zahlen. Das Problem liege eher daran, dass man Bildnachrichten zur Zeit ausschließlich ins eigenen Netz, leider nicht in das der Konkurrenz, senden kann.

SMS machen allein rund zehn Prozent der Gesamt-Erträge der Netzbetreiber aus. Mit diesen Gewinnen gleichen sie die Verluste der weniger genutzten Technologien wie WAP, GPRS oder auch UMTS aus. Die Marktlogik erfordert für eine beliebte Leistung einen steigenden Preis, da der Verbraucher nicht so schnell auf diese verzichten wird.

So zogen Anfang des Jahres T-Mobile, o2, Vodafone und E-Plus ihre Preise für Großabnehmer an.

(Judith Globisch/teltarif.ch)

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