Verbesserte Arbeitsbedingungen

Projekt «Robo-Mate» schafft ultimatives Exoskelett

publiziert: Freitag, 13. Sep 2013 / 09:08 Uhr
Vor allem im Bereich der Montage und Demontage, wie zum Beispiel in der Automobilindustrie, besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
Vor allem im Bereich der Montage und Demontage, wie zum Beispiel in der Automobilindustrie, besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

München/Winterthur - Das Fraunhofer IAO arbeitet derzeit zusammen mit elf weiteren europäischen Partnern im Rahmen des Projektes «Robo-Mate» an der Entwicklung eines intelligenten und einfach zu bewegenden Exoskeletts für manuelle Arbeitsschritte.

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Mithilfe der geplanten Entwicklung sollen die Arbeitsbedingungen in der industriellen Umgebung verbessert, die Verletzungsgefahr reduziert sowie das Tragen schwerer Lasten erleichtert werden.

Reduktion von Erkrankungen

Vor allem im Bereich der Montage und Demontage - wie in der Automobil- und Lebensmittelindustrie - besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Der Work Foundation Alliance zufolge leiden 44 Mio. Arbeiter in der EU an arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen. Dadurch fallen jährliche Kosten von über 240 Mrd. Euro (ca. 297,3 Mrd. Schweizer Franken) an. Das innovative Aussenskelett könnte hier enorme Abhilfe schaffen.

Das Ziel des länderübegreifenden Projektes, das Anfang September 2013 gestartet ist, liegt nicht nur darin, die Arbeitsunfälle und Erkrankungen massgeblich zu reduzieren, sondern soll auch die Produktivität der Arbeiter und die Qualität der Erzeugnisse erhöhen. Laut den Forschern soll das vollendete Exoskelett von Menschen geführt sowie mithilfe eines Computers gesteuert werden. Ausserdem könne dieses in den verschiedensten Industriezweigen eingesetzt werden.

Tests unter realen Bedingungen

Vom Fraunhofer IAO wird die Funktion des Aussenskeletts derzeit in einer virtuellen Fabrikumgebung simuliert. Das französische Unternehmen Indra SAS und der rumänische Automobilzulieferer Compa S.A. führen ihre Belastungstests im Bereich der Automontage durch. Darüber hinaus werden vom Forschungszentrum des italienischen Automobilherstellers Fiat bereits Labortests und Systembewertungen durchgeführt.

(asp/pte)

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