Privatanwender dürfen wieder an die Orbit
publiziert: Dienstag, 28. Jan 2003 / 15:39 Uhr

Zürich - Nach dreijähriger Verbannung sind Privatanwender auf der Basler Informatikmesse Orbit/Comdex wieder willkommen. Damit soll der Besucher- und Ausstellerschwund behoben werden, den die Ausrichtung der Messe auf Geschäftsleute mit sich gebracht hatte.

Web.Tech Stand an der Orbit 2002.
Web.Tech Stand an der Orbit 2002.
Die Veranstaltung 2002 sei kein Erfolg gewesen, sagte MCH-Messe-Schweiz-Chef René Kamm in Zürich. Die Besucherzahl habe mit rund 41 000 unter den Erwartungen gelegen. Vor der Ausrichtung der Orbit auf Geschäftsleute waren im Jahre 1999 noch rund 110 000 Besucher durch die Basler Hallen geströmt.

Soviele Leute seien nicht mehr vernünftig integrierbar gewesen. Darum hatte sich der Messeveranstalter im Jahre 2000 für einen Strategiewechsel entschieden und sich auf Business-to-Business ausgerichtet. Die Messe für Heimanwender fiel weg, ebenso wie der Samstag als Besuchstag. Der Eintrittspreis stieg von 21 bis auf 55 Franken.

Nun wird das Rad der Geschichte zurückgedreht, denn nicht nur die hausgemachten Probleme, sondern auch der Einbruch in der Informatikbranche machen der Messe zu schaffen. Die reine Fokussierung auf Business-to-Business hat sich als nicht richtig erwiesen, sagte Kamm.

Die Trennung in Privat- und Geschäftsanwender lasse sich angesichts der schnellen Technologie-Entwicklung der Branche nicht aufrecht erhalten. Plattformen würden zunehmend verschmelzen, weshalb eine Segmentierung der Anwender heute auch nicht mehr durchführbar sei.

Nun werde die Messe ihr Angebot ausbauen und auch die Themen erweitern. Dies soll ein breiteres Besucherspektrum und wieder mehr Aussteller anlocken, nachdem diverse Grosse der Branche dem Anlass den Rücken gekehrt hatten. Ausserdem wolle man sich wieder auf den Schweizer konzentrieren. Der Zusatz Europe im Messenamen falle weg.

(bsk/sda)

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