Presse begegnet neuem Swisscom-Chef mit Skepsis
publiziert: Samstag, 21. Jan 2006 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jan 2006 / 12:58 Uhr

Bern - Die Schweizer Presse reagiert mit teilweise unverhohlener Skepsis auf die Wahl von Carsten Schloter zum Nachfolger von Swisscom-Chef Jens Alder.

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Im «Tages-Anzeiger» vom Samstag ist gar von einer «Fehlbesetzung» die Rede. Als Deutscher könne sich Schloter kaum am politischen Diskurs beteiligen, der für die Zukunft der Swisscom entscheidend sei, begründet der Kommentator sein Urteil. Im zu erwartenden Abstimmungkampf über die Privatisierung der Swisscom «wird der Firma damit ausgerechnet der Konzernchef fehlen».

Auch die «Neue Zürcher Zeitung» wertet dies als Handicap: Jens Alder hätte «mit Blick auf diese Entscheidung einen wichtigen Beitrag leisten können». Schloter werde sich weniger pointiert als sein Vorgänger «in die politische Diskussion einschalten, erwartet »Der Bund«.

Glaubwürdigkeitsproblem

Der Kommentator der »Aargauer Zeitung« erinnert daran, dass der neue Swisscom-Chef als Leiter der Mobilfunksparte das alte, vom Bundesrat verworfene Geschäftsmodell mitgetragen habe. Die Swisscom nun neu auszurichten, stelle ihn vor ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Das »St.Galler Tagblatt« dagegen sieht in der Kontinuität an der Swisscom-Spitze ein Plus: Das sei »was der Konzern nach dem Wirbel der letzten Wochen am meisten braucht«.

Noch keine Strategie

Gänzlich anderer Meinung ist die »Basler Zeitung«. »Ein Wechsel schadet nicht«, titelt ihr Kommentator. Denn die Swisscom sei längst nicht so innovativ, wie Alder sie dargestellt habe. »Alders Abgang bringt dem Unternehmen noch keine Strategie«, schreibt allerdings »24heures«.

Die »Berner Zeitung« wendet sich derweil an die Politik: Sie müsse das angekündigte Referendum über die Vollprivatisierung raschmöglichst vors Volk bringen: »Jeder Tag, an dem sich Swisscom um Politik statt ums operative Geschäft kümmern muss, schadet dem Unternehmen.«

Vor den Wahlen

»Le Temps« befürchtet, dass im Wahljahr 2007 besonders viele Politiker ihre Eigeninteressen über das Wohlergehen der Swisscom stellen. Über Schloter heisst es: »Ihm fehlt bloss eines: Die Macht, die eidgenössichen Wahlen zu verschieben.«

(ht/sda)

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