PC-Spiele: Kauft Google den «Half Life»-Entwickler?

publiziert: Mittwoch, 17. Sep 2008 / 21:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 17. Sep 2008 / 21:32 Uhr

Bellevue - Gerüchten zufolge will Internet-Riese Google den Computerspiele- und Software-Produzenten Valve übernehmen.

Ein Screenshot des Computerspiels Half Life 2 von Valve.
Ein Screenshot des Computerspiels Half Life 2 von Valve.
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Das Unternehmen entwickelte Games wie Half-Life oder den meist gespielten Ego-Shooter Counter-Strike und zählt zu den bekanntesten, wenn auch umstrittensten Grössen der Spiele-Industrie.

Der Inquirer beruft sich in einem Bericht auf «vertrauenswürdige Quellen», denen zufolge der Valve-Kauf durch Google «jeden Moment» zu erwarten sei.

Wie aus Expertenmeinungen zu schliessen, ist der Deal durchaus denkbar, was im Wesentlichen mit einem potenziellen Interesse an der Valve-Spielevertriebsplattform Steam begründet wird.

Online-Vertrieb von Spielen

Die Übernahme von Valve wäre «mit Sicherheit ein interessanter Schachzug», wird Screen-Digest-Spieleanalyst Piers Harding-Rolls vom Branchenportal TechRadar zitiert. So habe Google schon länger ein Auge auf die Spielewelt geworfen.

«Wenn es stimmt, dann ist Google schlicht und einfach hinter Steam her», meint PC-Zone-Redakteur Will Porter. Über die wohl ausgereifteste Online-Distributionsplattform für Computergames stellen Spieler Netzwerkverbindungen her, um im Internet mit- und gegeneinander spielen zu können.

Während die Steam-Software selbst kostenlos zum Download angeboten wird, können über diesen Kanal gleichzeitig neue Spiele bzw. Updates kostenpflichtig bezogen werden. Mittlerweile werden über 440 Online-Spiele, auch jene von Drittentwicklern, über die Steam-Plattform zugänglich gemacht und vertrieben.

Lukrative Plattform

Aufgrund der beträchtlichen Nutzeranzahl von über 15 Mio. aktiven Spielern und der niedrigen Wartungskosten erweise sich die Software als «allmächtiger Goldesel», betont Porter.

Google könne durch die Akquisition einen neuen Online-Markt für sich öffnen, urteilen die Experten. Valve sei für den Konzern nicht zuletzt aufgrund des grossen Know-hows in der Entwicklung interessant. Das Unternehmen erzielt einen Umsatz von rund 70 Mio. Dollar pro Jahr, wobei die Vertriebsplattform Steam einen überwiegenden Anteil davon einnimmt.

Derzeit sind zwischen 150 und 200 Teil- und Vollzeit-Mitarbeiter bei Valve angestellt. Der Google-Konzern wartet als teuerste Marke der Welt hingegen mit einem Wert von rund 86 Mrd. Dollar auf und beschäftigt weltweit mehr als 16.800 Vollzeit-Arbeitnehmer.

(bert/pte)

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