Orange setzt ganz auf eigenes Handy-Netz
publiziert: Dienstag, 1. Jul 2003 / 17:35 Uhr

Zürich - Der Mobilfunkanbieter Orange setzt künftig ganz auf sein eigenes Handy-Netz. Die automatische Weiterverbindung zum Netz der Swisscom (Roaming) bei einem Empfangsloch in der Schweiz wird zwischen dem 14. und 28. Juli abgeschaltet.

Andreas Wetter: Wir sind der Swisscom Mobile dankbar für ihre Kooperationsbereitschaft.
Andreas Wetter: Wir sind der Swisscom Mobile dankbar für ihre Kooperationsbereitschaft.
Das eigene Netz decke mittlerweile 98 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab, teilte Orange in einem Communiqué mit. Damit sei man nicht mehr auf den nationalen Roaming-Service der Swisscom angewiesen.

Dank der Zusammenarbeit mit der ehemaligen Monopolistin konnte Orange hierzulande gleich nach dem Markteintritt 1999 ein Mobilfunknetz mit nationaler Abdeckung betreiben. Wir sind der Swisscom Mobile dankbar für ihre Kooperationsbereitschaft, wird Orange-Schweiz-Chef Andreas Wetter zitiert.

Die Roaming-Vereinbarung habe geholfen, einen echten Wettbewerb zu ermöglichen. Dieser habe dazu geführt, dass Orange heute rund eine Millionen Kunden bediene. Bis heute habe das Unternehmen rund 3 Mrd. Franken in den Auf- und Ausbau des eigenen Netzes investiert.

Mit der 98-prozentigen Abdeckung zeigt sich die Tochter von France Télécom aber noch nicht zufrieden. Orange setze alles daran, die verbleibenden Lücken in einigen wenigen ländlichen Gebieten zu schliessen, so Wetter.

(bert/sda)

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