Orange legt einen verbesserten Sozialplan vor

publiziert: Donnerstag, 6. Mrz 2003 / 15:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Mrz 2003 / 16:22 Uhr

Lausanne - Im Arbeitskonflikt beim Mobilfunkanbieter Orange zeichnet sich eine Entspannung ab: Orange hat einen wesentlich verbesserten Sozialplan vorgelegt.

Andreas S. Wetter: CEO von Orange Schweiz.
Andreas S. Wetter: CEO von Orange Schweiz.
Noch am Morgen hatte die Gewerkschaft Kommunikation eine Blockade sämtlicher Orange-Gebäude angekündigt, um Verhandlungen mit der Geschäftsleitung zu erzwingen.

Stunden später informierte Orange über ein wesentlich verbessertes Angebot für die Orange-Beschäftigten. Über 100 der rund 200 betroffenen Beschäftigten hätten sich in direkten Gesprächen mit der Geschäftsleitung für dieses Transfer-Angebot entschieden, hiess es bei Orange.

Mit dem Freistellungsangebot, der Abfindungsentschädigung sowie der Dienstjahresprämie betrügen die Leistungen für die betroffenen Beschäftigten neu zwischen 3,5 und 9,5 Brutto-Monatsgehältern, teilte Orange mit. Der Unterstützungsfonds für Härtefälle beträgt zudem 2 Mio. Franken. Zudem sind weitere Unterstützungsmassnahmen auf individueller Basis (Wohnungssuche, Kinderkrippe, Anpassung der Arbeitszeit an öffentliche Transportmittel) vorgesehen.

Orange hoffe, dass die Gewerkschaft Kommunikation aufgrund dieses neuen Angebots ihre Blockadeankündigung nochmals überdenke, sagte Orange-Sprecherin Theres Wenger auf Anfrage. Ein grosser Teil der Forderungen der Beschäftigten seien nun abgedeckt.

Grundsätzlich hat sich der Streik für die Beschäftigten gelohnt, sagte Giorgio Pardini, Vizepräsident und Mediensprecher der Gewerkschaft Kommunikation. Orange habe sich immer mehr in Richtung der Gewerkschaftsforderungen bewegt. Das neue Angebot sei grundsätzlich positiv zu werten.

Am Abend wollen die Orange-Beschäftigten an Betriebsversammlungen in Zürich und Lausanne die neue Offerte prüfen. Sollte sich eine Mehrheit damit einverstanden erklären, werde der Streik beendet und auch auf die angekündigte Blockade verzichtet, sagte Pardini.

(bert/sda)

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