Orange entlässt 200 Mitarbeiter in der Schweiz

publiziert: Freitag, 31. Jan 2003 / 17:16 Uhr / aktualisiert: Samstag, 1. Feb 2003 / 01:42 Uhr

Lausanne - Der Mobilfunkanbieter Orange streicht in der Schweiz rund 200 der insgesamt 1700 Stellen und konzentriert verschiedene Bereiche am Standort Biel BE. Die Gewerkschaft Kommunikation kündigt Proteste an.

Mobilfunkanbieter Orange.
Mobilfunkanbieter Orange.
Orange will den Stellenabbau vorwiegend über die Auflösung von Temporärstellen sowie durch natürliche Abgänge erreichen. Es werde aber auch zu Kündigungen kommen, teilte das Unternehmen mit. Ein Sozialplan sei ausgearbeitet. Nicht betroffen sind die Lehrstellen.

Orange passe die Organisationsstruktur an, so wird der Abbau begründet. Im Rahmen dieser Umstrukturierung will Orange den Standort Biel ausbauen. Unter anderem werden die Kundendienste in Bussigny VD und Biel zusammengelegt. Einem Teil der Angestellten werde eine Stelle in Biel angeboten, sagte Orange-CEO Andreas Wetter gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Der Umzug sei nicht der erste Schritt eines gesamten Umzugs von Bussigny nach Biel, beruhigte Wetter. Der Waadtländer Standort bleibe der Hauptsitz.

Orange geht es ausgesprochen gut: Im Gegensatz zur allgemeinen Tendenz in der Branche konnten wir im letzten Jahr Umsatz und Gewinn pro Kunde erhöhen, sagte Wetter.

Wetter rechtfertigt die Umstrukturierung mit der Konjunktur und den Problemen des Mutterhauses France-Télécom. Es gehe darum, den Fortbestand zu gewährleisten, sagte Wetter weiter.

Die Gewerkschaft Kommunikation hat auf den Abbau geschockt reagiert. Der Sozialplan ist ungenügend, sagte Alain Carrupt, Vize-Präsident der Gewerkschaft Kommunikation auf Anfrage. Die Gewerkschaft fordert das Unternehmen auf, Verhandlungen aufzunehmen. Der vorliegende Plan sei einseitig von der Firma ausgearbeitet worden.

Die Gewerkschaft werde am Montag mit dem gesamten Personal die Situation analysieren. Ausserdem kündigte sie Protestaktionen in Lausanne und Zürich an.

(fest/sda)

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