Nokia-Chef Ollila setzt auf Breitband und Multimedia

publiziert: Mittwoch, 9. Okt 2002 / 08:07 Uhr

Ermatingen - Bis 2005 werden weltweit eine halbe Milliarde Menschen mehr den Mobilfunk nutzen. Diese Prognose machte Jorma Ollila, Chef der Mobilfunkgeräteherstellerin Nokia. Wachstum erwartet er vor allem im Multimedia Messaging (MMS).

Die mobile Kommunikation mit Bildern, Sprache und Text stelle den nächsten Schritt in der technologischen Entwicklung dar, betonte der Verwaltungsratspräsident und CEO des finnischen Konzerns und weltweit führenden Mobilfunkgeräteherstellers.

Eine Milliarde Nutzer habe die Mobilfunkrevolution in den letzten zehn Jahren gebracht, und bis 2005 soll eine weitere halbe Milliarde dazukommen.

Vor allem das sogenannte MMS werde in den nächsten zwei Jahren für Wachstum sorgen und eine Reihe neuer Content Services ermöglichen. Voraussetzung dafür sei die Zusammenarbeit von Mobilfunkgeräteherstellern, IT- und Content-Unternehmen, die in der Schaffung von Standards und gemeinsamen Architekturen münden müsse.

MMS funktioniere bereits auf dem GPRS-Netz, künftige Netze würden aber in naher Zukunft noch zahlreichere Möglichkeiten für die Nutzung des Mobilfunks generieren, meinte Ollila. Wenn etwas mobil gemacht werden könne, werde es auch getan, skizzierte er das mittelfristige Versprechen dieser Industrie. Den Fortschritt des Mobilfunks werde auch das Breitband vorantreiben.

Die Aussichten des Mobilfunkmarktes bezeichnete der Nokia-Chef nicht als Versprechen, sondern vielmehr als Herausforderung. Mit einem Handy-Anteil von 37 Prozent ist das finnische Unternehmen in den letzten zehn Jahren zur weltweiten Marktführerin aufgestiegen.

Den konsequenten Aufbau der Marke, des Marketings und der besten Produktion nannte Ollila als wesentliche Erfolgsfaktoren. Nokia verfüge nach wie vor über gute Ingenieure und habe vor allem aber eine Kultur aufgebaut, in der Mitarbeitende nicht auf Befehle von Vorgesetzten warteten, sondern selber und aktiv den Markt bearbeiteten.

(sda)

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