Nintendo mit Verlust im ersten Halbjahr
publiziert: Freitag, 3. Okt 2003 / 17:19 Uhr

Tokio - Der japanische Videospiele-Hersteller Nintendo hat im ersten Halbjahr 2003 erstmals einen Verlust geschrieben. Grund dafür sind der starke Yen und der schleppende Verkauf der Spielekonsole Gamecube.

Nintendos Mario.
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Der Fehlbetrag wird im ersten Halbjahr voraussichtlich 3 Mrd. Yen (35 Mio. Fr.) betragen, wie das Unternehmen in Tokio mitteilte. Noch im Mai war Nintendo von einem Gewinn von 15 Mrd. Yen ausgegangen.

Der Halbjahresumsatz lag mit 210 Mrd. Yen um 9 Prozent unter der bisherigen Prognose. Nintendo macht 75 Prozent des Umsatzes im Ausland und der starke Yen verringert die Auslandeinnahmen bei der Umrechnung in die heimische Währung.

Für das am 31. März endende Gesamtjahr senkte Nintendo die Gewinnprognose wiederum wegen der Yen-Stärke um 7,7 Prozent auf 60 Mrd. Yen. Die Umsatzprognose von 550 Mrd. Yen wurde dagegen bestätigt.

Auf den 17. Oktober senkt Nintendo in Europa den Preis für den Gamecube auf knapp 150 Franken. Vorher hatte der Videospiele-Hersteller bereits den Preis in den USA gesenkt. Dadurch hätten sich die Verkäufe binnen einer Woche vervierfacht, teilte das Unternehmen mit, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Die drei grossen Videospiele-Spezialisten, der Marktführer Sony (Playstation), Microsoft (Xbox) und Nintendo, liefern sich einen harten Preiskampf.

(bert/sda)

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