MIT-Innovation zehn Mal so effizient wie mobile Grafikprozessoren

Neuro-Chip macht Handys künftig noch smarter

publiziert: Sonntag, 7. Feb 2016 / 23:53 Uhr
Bei Eyriss hat jeder Kern seinen eigenen Speicher.
Bei Eyriss hat jeder Kern seinen eigenen Speicher.

Boston - Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Chip vorgestellt, der sich speziell zur Implementierung in neuronale Netzwerke eignet. Er ist zehn Mal so effizient wie ein mobiler Grafikprozessor (GPU). Somit könnten mobile Geräte noch grössere Datenmengen als zuvor verarbeiten - und wären dabei nicht auf das Hochladen von Daten aus dem Internet angewiesen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Neuronale Netze erleben in der Forschung unter dem Schlagwort «Deep Learning» derzeit eine Renaissance, da sie bei herausfordernden Anwendungen bessere Ergebnisse als konkurrierende Lernverfahren liefern. «Deep Learning ist für viele Anwendungen nützlich, wie zum Beispiel für die Objekterkennung, Sprache oder Gesichtserkennung», erklärt Vivienne Sze, eine der Forscherinnen am Projekt.

«Heute sind die Netzwerke sehr komplex und werden meist von starken GPUs betrieben. Das Potenzial aller Funktionalitäten wandert auf das Handy und man kann noch immer ungehindert damit arbeiten - auch wenn keine Internetverbindung vorhanden ist. Aufgrund der Datensicherheit bevorzugen es auch viele Menschen, lokal zu arbeiten», berichtet Sze.

KI trifft Entscheidungen

Der neue Chip namens «Eyeriss» könnte auch in das «Internet der Dinge» eingeführt werden. Fahrzeuge, Anwendungen oder industrielles Equipment könnte mit Sensoren ausgestattet werden, die die Informationen direkt an die Netzwerk-Server weitergeben und damit die Arbeitskoordination und Wartung unterstützen.

Mit starken KI-Algorithmen an Bord könnten Netzwerkgeräte wichtige lokale Entscheidungen treffen und dabei nur die Ergebnisse, jedoch nie reine Persönlichkeitsdaten, dem Internet anvertrauen. Darüber hinaus würden neuronale Netzwerke sehr nützlich für batteriebetriebene autonome Roboter sein. Der Schlüssel für die Effizienz von Eyeriss liegt in der Minimierung der Frequenz, mit der der Datenaustausch mit entfernten Speicherbänken vonstattengeht.

Viele Kerne in einem GPU teilen eine einzelne grosse Speicherbank. Bei Eyriss hat jeder Kern seinen eigenen Speicher. Jeder Kern ist in der Lage, mit seinem unmittelbaren Nachbarn zu kommunizieren, zum Beispiel beim Teilen von Daten. Die Daten müssen also nicht immer durch den Hauptspeicher geführt werden. Das ist das Essenzielle bei einem neuronalen Netzwerk, wo so viele Knotenpunkte dieselben Daten verarbeiten.

(bert/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese egadgets.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mountain View - Es ist ein Meilenstein in der Entwicklung künstlicher Intelligenz: ... mehr lesen
Fortschritte bei der Schaffung künstlicher Neuronen.
Richmond - Forscher haben künstliche Neuronen geschaffen, die als grundlegende Bausteine für artifizielle neuronale Netzwerke dienen könnten. mehr lesen
Madison - Mithilfe des Materials «Cellulose Nanofibril» (CNF) haben Forscher der ... mehr lesen
Weniger problematischer Elektroschrott dank CNF.
Forscher entwickeln erste Bauteile für künstliches neuronales Netzwerk. (Symbolbild)
Zürich - Forscher des Instituts für ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Fenster übernehmen in Zukunft neue Funktionen.
Fenster übernehmen in Zukunft neue Funktionen.
Ein Blick auf neue Funktionen des Fensters in den kommenden Jahren  Fünf Dinge soll ein Fenster leisten: Licht hereinlassen, Wärme dämmen, Belüftung ermöglichen und einbruchssicher sein. Längst sind Forschungseinrichtungen dabei, neue Funktionen für Fenster zu erschliessen. Teilweise klingen die Perspektiven nach Science Fiction, doch der Science-Anteil überwiegt klar. Im Folgenden finden Sie einige potenzielle Entwicklungen für die kommenden Jahre. mehr lesen 
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt haben gezeigt, dass eine neue Klasse synthetischer Wirkstoffe sich gezielt auf die Schwachstellen eines Krankheitserregers hin ausrichten lässt ... mehr lesen
Neuer, vielversprechender Ansatz im Kampf gegen Impfektionskrankheiten.
Die wichtigste malariaübertragende Mückenart in Afrika südlich der Sahara wurde genetisch verändert: Anopheles gambiae.
Wissenschaftler haben Stechmücken entwickelt, die das Wachstum von Malaria verursachenden Parasiten in ihrem Darm verlangsamen und so die ... mehr lesen  
Ein internationales Forschungsteam um den Drohnenexperten Mirko Kovac von der Empa und vom «Imperial College London» hat sich Bienen zum Vorbild genommen, um einen Schwarm kooperativer Drohnen zu ... mehr lesen
Zukunftsvision: Drohnenschwärme könnten auch im Weltraum zum Einsatz kommen, etwa bei einer künftigen Mars-Mission.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Werden Menschen in den USA jetzt besser vor zielgerichteter Werbung geschützt?
DOSSIER Social Media Zielgerichtete Werbung in den USA unter Beschuss Politiker der Demokratischen Partei haben ...
 
News
   
Auch in der Produktion erfreuen sich sogenannte Industrieroboter stetig wachsender Beliebtheit.
Publinews Was vor einigen Jahren nur in Science-Fiction Filmen zu bewundern war, ist heute alltäglicher Bestandteil unseres Zusammenlebens und daraus nicht mehr ... mehr lesen
Wer sich nicht so gut mit dem Messenger auskennt, der sollte grundsätzlich bei unbekannten Nummern vorsichtig sein.
Publinews Bei der Verwendung eines Smartphones stehen einem verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. In früheren Zeiten war es aufs Telefonieren und SMS ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Basel 9°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 7°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Bern 6°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 9°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Genf 6°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 13°C 18°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten