Mit dem Handy einkaufen
publiziert: Dienstag, 29. Nov 2005 / 08:07 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Nov 2005 / 08:46 Uhr

Nachdem man dem Shoping mit dem Handy vor Jahren noch kein Potenzial zugetraut hat, wird es jetzt inzwischen als neue «Killerapplikation» gehandel.

So sieht Einkaufen mit dem Handy heute noch aus, doch bald wird man viele Waren direkt beziehen können.
So sieht Einkaufen mit dem Handy heute noch aus, doch bald wird man viele Waren direkt beziehen können.
1 Meldung im Zusammenhang
Das Einkaufen mit dem Handy schien seine Zukunft schon sehr früh hinter sich zu haben: Im Jahr 2001 stellte die Unternehmensberatung A.T. Kearney und das Judge Institute of Management der Universität Cambridge fest, dass nur noch 12 Prozent aller Nutzer noch interessiert seien, mit dem Handy auf Shoppingtour zu gehen. Im Jahr davor sollen noch 32 Prozent der Mobilfunkkunden daran Interesse gehabt haben.

Aber die noch unterentwickelte Technik, unzureichende Angebote und offene Sicherheitsfragen schreckten potentielle Kunden ab. Und dann passierte lange Zeit ziemlich wenig. Immerhin gab es einige Vorstösse, das Handy als Zahlungsmittel einzusetzen oder Parkscheine oder Fahrausweise per Mobiltelefon zu verkaufen.

Potenzielle «Killerapplikation»

Inzwischen ist auch wieder davon die Rede, dass die Möglichkeit, überall und jederzeit per Handy einkaufen zu können eine potenzielle «Killeranwendung» sei. Schliesslich kaufen besonders junge Menschen schon jetzt massenhaft Klingeltöne, Spiele und zunehmend auch Musik über das Handy.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, plant das britische Unternehmen Reporo ein komplettes Produkt-Angebot über das Handy anzubieten, von Wein bis hin zu Haushaltsgeräten. Laut Reporo-Chef Richard Watney solle das Handy-Shopping letztendlich den Status von Internetshopping bekommen.

Der Anfang des Jahres gestartete Service soll allerdings erst 10 000 Nutzer haben, die rund 5 000 Pfund Umsatz pro Monat machen. Watney erwarte jedoch ein explosives Wachstum, noch bis Weihnachten will er die Nutzerzahl verdoppeln, bis Ende 2006 mindestens verzehnfachen. Da es immer mehr internetfähige Handys gibt, erscheinen diese Erwartungen nicht unrealistisch.

Noch kaufen nur Early Adopters per Handy ein

Für den mobilen Einkaufsservice müssen sich die Anwender auf der Reporo-Homepage registrieren und ihre persönlichen Daten sowie eine Kreditkartennummer angeben. Dann können sie eine kostenlose Software auf ihr Handy herunter laden. Bei jedem Einkauf muss eine vierstellige PIN-Nummer angeben werden. Aus Sicherheitsgründen werden die Kreditkartendaten nur auf den Servern von Reporo gespeichert, nicht auf den Handys.

Die aktuelle Produktpalette mit Blumen, Dessous, Computerspielen und dergleichen ist auf die typischen Early Adopters abgestimmt, nämlich Männer, die eine Vorliebe für technische Spielereien haben und dazu neigen, den Geburtstag ihrer Frau zu vergessen. Der typische Reporo-Kunde kauft zwei bis drei Mal im Monat Bücher oder CDs und gibt rund 15 Pfund pro Einkauf aus. Der grösste Einzelkauf über die Mobilfunkseite von Reporo war bisher ein 600 Pfund teurer Herd.

Laut Reporo warten viele Einzelhändler aber noch ab, wie sich der Markt entwickelt, bevor sie einsteigen. «Wir haben eine Reihe von grossen Marken, die interessiert sind, aber erst anfangen das Ganze ernst zu nehmen, wenn wir die Marke von 50 000 Kunden erreicht haben», sagt Watney.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die beiden Sonntagsverkäufe ... mehr lesen
Auch im Spezialgeschäft Franz Carl Weber kaufen viele Eltern ihren Kindern das, was der Weihnachtsmann mitbringt.
Die professionelle SMS-Businesslösung
aspsms.com
Katharinengasse 10
9000 St. Gallen
Verkaufen Sie uns Ihr Handy, Tablet oder iPod
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Mickael L. Perrin in seinem Labor an der Empa.
Mickael L. Perrin in seinem Labor an der Empa.
Dübendorf, St. Gallen und Thun - Mickael L. Perrin will winzige Kraftwerke aus Graphen-Nanobändern bauen, die aus Wärme Strom erzeugen. Für sein ehrgeiziges Projekt erhielt er nun einen der prestigeträchtigen «ERC Starting Grants» der EU sowie eines der 32 Eccellenza-Förderungsstipendien des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Er wird eine Assistenzprofessur an der ETH Zürich antreten - und seine Forschung an der Empa fortsetzen. mehr lesen 
Google ist nicht mehr die am meisten aufgerufene Webseite: Im letzten Jahr verzeichnete die chinesische Social-Media-Plattform TikTok mehr Besuche als die Suchmaschine Google des US-Konzerns Alphabet. mehr lesen  
Die Boomer sind die am schnellsten wachsende Gruppe  Nahezu neun von zehn Amerikanern nutzen mittlerweile eine Art Fintech-App, um ihr Finanzleben zu verwalten. Dies geht aus einem neuen Bericht hervor, der die zunehmende Digitalisierung von Finanzdienstleistungen dokumentiert. mehr lesen  
Forschende der Universität Basel haben eine Augmented-Reality-App für Smartphones entwickelt, um Angst vor Spinnen zu reduzieren. Die App hat sich in einer ... mehr lesen  
Eine virtuelle Spinne in der App Phobie.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Werden Menschen in den USA jetzt besser vor zielgerichteter Werbung geschützt?
DOSSIER Social Media Zielgerichtete Werbung in den USA unter Beschuss Politiker der Demokratischen Partei haben ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 1°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Basel 1°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 1°C 2°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Bern -1°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Luzern 0°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf -2°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 5°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten