Mehr Breitbandanschlüsse und UMTS-Nutzer

publiziert: Montag, 1. Okt 2007 / 11:33 Uhr

Biel - Über 69 Prozent der Internetnutzer haben Ende 2006 über einen Breitbandanschluss verfügt. Die Zahl der Mobilfunkkunden, die das UMTS-Netz nutzen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Das sind die bezeichnendsten Entwicklungen des Schweizer Fernmeldemarktes im vergangenen Jahr.

Die Zahl der Internetkunden nahm 2006 um 11,5 Prozent zu.
Die Zahl der Internetkunden nahm 2006 um 11,5 Prozent zu.
Nachdem es im Jahr 2000 erstmals mehr Mobilfunk- als Festnetzanschlüsse gegeben hatte, waren im vergangenen Jahr bereits 64,9 Prozent aller Anschlüsse für Mobilfunknutzer bestimmt, wie aus der am Montag im Newsletter des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) veröffentlichten Fernmeldestatistik 2006 hervorgeht.

Die Zahl der Mobilfunkteilnehmer erhöhte sich um 8,7 Prozent, diejenige der Prepaid-Kunden um 10,5 Prozent. Deutlich war der Anstieg der UMTS-Nutzer. Waren es 2005 noch knapp 115.000 Kunden, die ein UMTS-Netz nutzten, stieg die Zahl innert Jahresfrist auf fast 361.000. Dies entspricht laut BAKOM 4,85 Prozent aller Kunden.

Mehr und längere Festnetzgespräche

Trotz der weiter gestiegenen Zahl von Mobilfunkanschlüssen wurde im Festnetz nach wie vor häufiger und länger telefoniert. Auf Mobilfunknetze entfielen lediglich 43,9 Prozent der Verbindungen und 28,3 Prozent der Gesamtdauer aller Verbindungen. Die durchschnittliche Dauer der Mobilfunkverbindungen entspricht etwa der Hälfte derjenigen von Festnetzverbindungen.

Die Zahl der Internetkunden nahm 2006 um 11,5 Prozent zu. Dabei setzte sich der Trend zur Verdrängung von Schmalbandanschlüssen zu Breitbandzugängen fort. Von den Internetnutzern hatten mindestens 69 Prozent einen schnelleren Breitbandanschluss

Investitionen steigen wieder

Die Fernmeldebranche kam 2006 auf ein Betriebsergebnis von insgesamt 2,896 Milliarden Franken. Damit lag sie unter dem Spitzenwert von 3,566 Milliarden Franken aus dem Vorjahr. Dafür stiegen die Investitionen erstmals wieder, nachdem sie von 2001 bis 2005 ständig gesunken waren.

Die amtliche Fernmeldestatistik des BAKOM beruht auf rund 340 beantworteten Fragebogen von Fernmeldeanbietern. Da noch weitere Antworten erwartet werden, sind jedoch - abgesehen von den Mobilfunkdaten - noch nicht alle Daten definitiv. Grosse Änderungen erwartet das BAKOM jedoch nicht mehr, wie es auf Anfrage hiess. Der Trend sei deutlich.

(fest/AP)

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