Machtpoker bei Sony BMG beendet

publiziert: Freitag, 10. Feb 2006 / 18:58 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Feb 2006 / 00:07 Uhr

New York - Nach einem monatelangen Machtpoker um die Führung des Musikkonzerns Sony BMG hat sich Bertelsmann gegen seinen Partner Sony durchgesetzt.

Andrew Lack (links) und Rolf Schmidt-Holtz tauschen die Rollen.
Andrew Lack (links) und Rolf Schmidt-Holtz tauschen die Rollen.
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Der Bertelsmann-Manager Rolf Schmidt-Holtz ist zum Konzernchef von Sony BMG ernannt worden. Schmidt-Holtz, bisher Vorsitzender des Verwaltungsrates bei Sony BMG, tauscht die Rollen mit dem bisherigen CEO Andrew Lack, wie das Musikunternehmen sowie Bertelsmann und Sony gemeinsam in New York mitteilten.

Der Führungswechsel bei Sony BMG war seit Monaten erwartet worden, nachdem die Unzufriedenheit mit Lacks Führungsstil vor allem beim Partner Bertelsmann grösser geworden war.

Sony BMG hatte im vergangenen Jahr Marktanteile an Branchenführer Universal Music verloren, Neuerscheinungen kamen verzögert auf dem Markt und Experimente mit einem Kopierschutz, der die Computer der Nutzer für Viren anfällig machen kann, führte in den USA zu juristischen Problemen.

Unter dem Dach von Sony BMG sind Plattenfirmen wie Arista, Columbia Records, J Records oder RCA Records vereint. Das Musikspektrum reicht von Klassik bis Hip Hop. Die Firmen von Sony BMG haben unter Vertrag Stars wie Beyoncé, Britney Spears, Christina Aguilera, Carlos Santana oder John Legend.

(smw/sda)

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