Europa-Release unsicher

«MOGA» macht Android-Handys zu Konsolen

publiziert: Freitag, 21. Sep 2012 / 14:20 Uhr
Präzises Controller-Zubehör mit wenig Chancen auf dem Massenmarkt.
Präzises Controller-Zubehör mit wenig Chancen auf dem Massenmarkt.

Woodinville/London - Der Zubehör-Spezialist PowerA hat für den 21. Oktober den US-Start seines Controller-Zubehörs «MOGA» angekündigt.

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Das laut Hersteller «erste und einzige komplette Gaming-System für Android-Geräte» verspricht mit seinen Analog-Joysticks eine präzise Steuerung und dadurch ein Spielerlebnis wie bei Konsolen - auch, weil das System mit Smartphone in der Halterung wirklich aussieht wie eine Handheld-Konsole. Zudem arbeitet PowerA mit namhaften Games-Publishern zusammen, damit Top-Titel wie «Sonic CD» oder «The Dark Knight Rises HD» den Controller unterstützen.

Trotzdem ist fraglich, ob PowerA ein breites Publikum erreichen kann. «Unserer Marktforschung zufolge war der Markt für Mobile-Games-Peripherie oder auch dedizierte Mobile-Games-Hardware immer sehr begrenzt», meint Jack Kent, Senior Analyst für Mobile Media bei IHS Screen Digest, gegenüber Pressetext. Er verweist diesbezüglich unter anderem auf das Gaming-Smartphone Xperia Play, das trotz grosser Marketingkampagne das Massenpublikum nicht ansprechen konnte. «Es ist klar, dass dedizierte Mobile-Games-Hardware bislang ein Nischenmarkt ist.»

Echtes Controller-Feeling

PowerA freilich lässt sich nicht abschrecken und auch nicht davon, dass Spielesteuer-Zubehör für Android-Geräte nichts wirklich Neues ist. Denn viele Systeme wie das schwedische Gametel haben nur vergleichsweise einfache Tasten. Beim MOGA dagegen finden User zwei Analog-Joysticks, Tastenkreuz und zwei Schultertasten vor, womit das System einem echten Konsolen-Controller nahekommt. Genau damit will PowerA letztlich auch punkten: Moderne Smartphones sind zwar leistungsfähig genug für Spiele, wie sie noch vor einigen Jahren nur auf Konsolen denkbar waren - aber eine Touchscreen-Steuerung ist dafür nicht immer ideal. Der Controller-Aufsatz verspricht auch in dieser Hinsicht Konsolen-Feeling.

«Wir denken nicht, dass Mobile-Games-Peripherie von Drittanbietern ein breites Publikum ansprechen wird», sagt allerdings Kent. Das Problem dabei ist freilich nicht, dass es kein prinzipielles Interesse an mobilen Spielen gibt. Im Gegenteil, der Markt für hochwertige «konsolenartige» Mobile Games ist dem Analysten zufolge durchaus signifikant. «Die klare Mehrheit der Einnahmen kommt aber von einfacheren, eher Casual- und Social-Titeln, die sich nicht optimal für spezielle Hardware anbieten.»

Publisher-Unterstützung

«Zubehör-Drittanbieter müssen sich womöglich an jedes Spieldesign anpassen oder darauf verlassen, dass einzelne Entwickler ihren Content passend für die Hardware optimieren», betont Kent ferner. Genau damit hat auch der MOGA zu kämpfen, der bei weitem nicht mit allen Android-Games kompatibel ist. PowerA setzt diesbezüglich auf die Kooperation mit namhaften Publishern und bekannte Franchises. Zum US-Start wird es beispielsweise eine Aktion, bei der Kunden «Sonic CD» und «Pac-Man» gratis zum Zubehör dazu bekommen.

Zu den Spiele-Anbietern, die MOGA-Unterstützung in verschiedenen Titeln implementiert haben und/oder umsetzen werden, zählen unter anderem Gameloft, Atari, Namco Bandai, Sega und Remedy Entertainment. Eine eigene App verspricht Nutzern eine bequeme Übersicht über alle Titel, die für MOGA optimiert sind. Der Preis des Android-Controllers wird in den USA bei knapp 50 Dollar liegen, internationale Bestellungen via Webshop sind möglich. Ob das Produkt auch in den europäischen Handel kommt, bleibt abzuwarten.

(bert/pte)

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