Konvergenz braucht gute Geräte und attraktive Preise
publiziert: Montag, 3. Dez 2007 / 10:11 Uhr / aktualisiert: Montag, 3. Dez 2007 / 10:27 Uhr

Mit einem Gerät sowohl im Festnetz als auch mobil telefonieren - das wird in Fachkreisen gern als Killerapplikation verkauft. Bislang zeigen sich die Privatkunden nur mässig interessiert.

Mobilfunk und Festnetz düften zusammenwachsen.
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Das ist auch wenig verwunderlich, denn günstige Tarife und vor allem attraktive Endgeräte sind bisher noch Mangelware. Seit Jahren kommt die Entwicklung geeigneter Telefone nicht so richtig in die Gänge.

Das ist nach Ansicht von Experten auch der Hauptgrund, warum die so genannte Konvergenz von Mobilfunk und Festnetz (FMC) bislang noch keinen nennenswerten Zuspruch verzeichnen konnte - obwohl dadurch die Kosten erheblich gesenkt werden können. Laut einem Bericht in der Financial Times Deutschland (FTD) ist FMC im Markt für Geschäftskunden mittlerweile zu einer festen Grösse geworden.

Multimodaler Durchbruch

Im kommenden Jahr soll allerdings endlich der grosse Durchbruch erfolgen - zumindest nach Prognosen der Fixed Mobile Convergence Alliance (FMCA). «Bis Ende 2008 wird sich die Zahl der verschiedenen Modelle solcher multimodalen Handys in den Hunderten bewegen», meint Steve Andrews, Vorsitzender der FMCA.

Aktuell gebe es allerdings nicht einmal 50 Modelle, die den Wechsel zwischen Fest- und Mobilnetz beherrschen. In der FMCA sind 32 Telekomkonzerne, Handy-Hersteller und Netzwerkausrüster organisiert, darunter Swisscom, Deutsche Telekom, British Telecom (BT), Telecom Italia und Motorola.

Herausforderung für Handy-Hersteller

«Die richtigen Geräte mit den entsprechenden Funktionen zu bauen ist derzeit eine der Prioritäten der Branche», sagt Andrews, der gleichzeitig auch bei BT für das Thema Konvergenz zuständig ist. Tatsächlich drängen immer mehr Hersteller auf den Markt für multimodalen Mobiltelefone. Interessant für Kunden sind vor allem die Modelle, die einen unlizenzierten Mobilzugang haben, auch Unlicensed Mobile Access (UMA) genannt. Mithilfe von UMA rücken herkömmliche Mobilfunknetze mit lokalen Breitbandnetzen (WLAN) zusammen.

Der Clou dabei ist, dass die Gespräche nicht abbrechen, wenn das Telefonat von einem Netz in das andere wechselt (Seamless Handover). Verlässt man den jeweiligen Hotspot, schaltet das Gerät automatisch auf das Mobilfunknetz. UMA-Geräte gibt es schon bei Nokia, Samsung und Motorola. Seit diesem Jahr bietet auch der Blackberry-Hersteller RIM ein solches Gerät.

Wachstum prognostiziert

Prognosen des Marktforschers Gartner zufolge soll der Verkauf von WLAN-fähigen Mobiltelefonen von derzeit knapp 26 Millionen Stück pro Jahr bis zum Jahr 2010 auf rund 360 Millionen anwachsen. Das wären knapp 25 Prozent aller verkauften Handys. Es gibt aber auch deutlich zurückhaltendere Prognosen. So sieht In-Stat den Markt bis 2010 lediglich auf 140 Millionen verkaufte Telefone steigen. «Die Mehrzahl der Nutzer werden Geschäftskunden sein. Aber der Anteil der Privatkunden wird ab 2008 voraussichtlich stark steigen», sagt Andrews weiter. Als treibende Entwicklung führt der BT-Manager den steigenden Bedarf der Kunden an, auch mobil E-Mails lesen zu können.

BT hatte 2005 als erster Anbieter ein Konvergenz-Produkt unter der Bezeichnung BT Fusion eingeführt - anfangs nur für Geschäftskunden. Inzwischen sollen bis zu 80 Prozent der Abonnenten Privatkunden sein. Andere Projekte waren weniger erfolgreich und wurden wieder eingestellt - beispielsweise das erst im vergangenen Jahr eingeführte Angebot T-One der Deutschen Telekom. Der Dienst funktionierte lediglich mit einem unattraktiven Mobiltelefon - die Kunden blieben aus. Doch nicht nur das Angebot an zuverlässigen Endgeräten, auch der Preis für den Dienst an sich wird über die künftige Attraktivität von Konvergenz-Angeboten entscheiden.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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