Kein Glück mit Calling Cards

publiziert: Dienstag, 5. Jul 2005 / 11:06 Uhr

Marktführer Swisscom hat mit seinen Calling Card-Angeboten keinen Erfolg. Bereits 2002 wurde die Swisscom Calling Card wegen zu geringer Nachfrage eingestellt.

Heute besitzen sehr viele Menschen ein Handy.
Heute besitzen sehr viele Menschen ein Handy.
Nun läuft auch die damals als Alternative empfohlene International Prepaid-Card aus. Als Grund gibt Swisscom einen veränderte Reisetätigkeit und damit verbunden einen Rückgang der Kundenbedürfnisse an.

Zudem würden der Einfluss des Mobiltelefons und die Möglichkeit E-Mails zu senden, die Wirtschaftlichkeit der Karte massiv beeinträchtigen.

Betrieb ist sichergestellt

Der Betrieb, der noch in Umlauf befindlichen Karten ist jedoch bis zu dem jeweiligen auf der Karte aufgeführten Datum sicher gestellt. Das betrifft auch alle Dienste die mit der Karte verbunden sind.

Da die Karten zu gestaffelten Zeitpunkten herausgegeben wurden, sind diese Daten je nach Ausgabedatum unterschiedlich. Die stets aktuelle Länderliste zur Nutzung der Karten für Anrufe ins oder im Ausland ist weiterhin im Internet ersichtlich.

Zukunft der Calling Card

Angesichts der genannten Gründe für die Einstellung des International Prepaid-Card-Angebotes wäre anzunehmen, dass die Wirtschaftlichkeit von Calling Cards insgesamt in Frage gestellt sei.

Dem wiederspricht jedoch die grosse Anbieterzahl und Kartenvielfalt auf dem Markt. Jedoch dürften die Nutzer von Calling Cards eher unter den Kunden zu suchen sein, die sich gezielt nach günstigen Gesprächsmöglichkeiten informieren.

Allein unter den Schweizer Anbietern finden sich preiswertere Angebote, wie ein Blick in die Tarifabfrage mit der Anschlusstyp-Einstellung "beliebiger Anschluss (Calling Card)" verrät. Zudem bieten Call-by-Call-Angebote eine weitere Möglichkeit sehr viel günstiger ins Ausland zu telefonieren.

Für Gespräche aus dem Ausland in die Schweiz kommen zu den preiswerteren Schweizer Calling Cards noch die des jeweiligen Aufenthaltslandes, die in aller Regel günstigere Tarife anbieten. Worauf man beim Kauf allerdings achten sollte, ist auf einer eigenen Infoseite von teltarif.ch zusammengefasst.

Holiday Phone Card als Alternative?

Swisscom empfiehlt seinen Kunden als Teilersatz nun seine Holiday Phone Card. Mit dieser Karte kann der Kunde ebenfalls weltweit bargeldlos ins Schweizer Festnetz bzw. in die Mobilfunk-Netze telefonieren.

Die Kosten für das Gespräch muss hierbei allerdings der zu Hause Angerufene bezahlen. Zu den jeweiligen Gesprächskosten kommt in Abhängigkeit des Landes aus dem man in die Schweiz telefoniert eine Gebühr zwischen 2,50 und 10 Franken pro Anruf. Damit dürfte fraglich sein, ob diese Karte selbst als Teilersatz noch zu empfehlen ist.

(Julia Scholz/teltarif.ch)

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