Jedes sechste Smartphone stammt von Apple

publiziert: Freitag, 7. Nov 2008 / 15:48 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Nov 2008 / 16:06 Uhr

Reading - Apple ist in den weltweiten Smartphone-Verkaufszahlen dank dem iPhone bereits zur Nummer zwei hinter Nokia aufgestiegen.

Der grösste Gewinner in diesem High-End-Segment gegenüber dem Vorjahr ist Apple.
Der grösste Gewinner in diesem High-End-Segment gegenüber dem Vorjahr ist Apple.
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Fast 40 Mio. Geräte haben diverse Herstellern im dritten Quartal dieses Jahren vertrieben, wovon bereits über ein Sechstel Apple-Smartphones waren, so das Marktforschungsunternehmen Canalys.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor bei modernen Smartphones wie dem iPhone scheint dabei der Touchscreen zu sein.

Im Bereich der mobilen Betriebssysteme bleibt nach wie vor das von Nokia genutzte Symbian klarer Marktführer. Allerdings konnten im Vergleich zu 2007 alle wichtigen Konkurrenten aufholen.

Aktuell dank 3G

Rund 13 Prozent vom gesamten Handymarkt entfiel im Beobachtungszeitraum auf die mit einem grösseren Funktionsumfang ausgestatten Smartphones. Der grösste Gewinner in diesem High-End-Segment gegenüber dem Vorjahr ist Apple. Das iPhone hat den Hersteller im Marktanteil mittlerweile auf 17,3 Prozent und damit Platz zwei katapultiert.

Dafür dürfte nicht zuletzt das im Juli eingeführte 3G-Modell verantwortlich gewesen sein. «Wäre es bei WLAN und EDGE geblieben, hätte das iPhone schneller 'veraltet' gewirkt», heisst es seitens Canalys. Zwar wäre das Apple-Smartphone sicher trotzdem populär gewesen, doch hätten manche Betreibern das Gerät dann vielleicht nicht unbedingt ins Angebot genommen.

Interessanter Touchscreen

Nokia bleibt zwar mit 38,9 Prozent unangefochten an der Spitze, konnte aber noch vor einem Jahr mehr als die Hälfte der Smartphone-Lieferungen für sich verbuchen. Neben Apple haben auch andere Mitbewerber gegenüber den Finnen zugelegt.

«Nokia hat sich mit einem Touchscreen-Produkt im Fahrwasser des iPhone-Erfolgs Zeit gelassen», sieht Canalys-Analyst Tim Shepherd als Grund dafür. Das habe anderen Herstellern die Chance gegeben, von der Kundennachfrage nach derartigen Geräten zu profitieren - beispielsweise HTC mit seiner Touch-Reihe.

Unbedingt erforderlich sind Touchscreens zwar nicht, so Canalys. Doch sei diese Form der Steuerung gerade für Websurfen und Navigationsanwendungen sehr interessant und eröffne gegenüber der Tastensteuerung neue Möglichkeiten für Anwendungen auf dem Smartphone.

«Das ist ein Unterschied wie zwischen einem DOS-PC ohne Maus und einem Windows-PC, nur noch extremer», so ein Unternehmenssprecher. Physische Tastaturen dagegen haben auf dem Massenmarkt einen schweren Stand. «Forschungsergebnisse legen nahe, dass grosse, ausziehbare Keyboards auf dem Endkundenmarkt nicht so gut ankommen wie reine Touchscreen-Designs», sagt Shepherd.

Auch Symbian verliert Marktanteile

Nicht zuletzt durch Nokias gefallenen Marktanteil hat auch Symbian im Betriebssystem-Bereich an Vorsprung verloren. 46,6 Prozent der im dritten Quartal ausgelieferten Smartphones haben eine Symbian-Variante genutzt (Vorjahr: 68,1 Prozent).

Apple ist mit seinem Smartphone-Marktanteil auch hier zum grössten Konkurrenten unter den Anbietern avanciert, doch auch Research in Motion (15,2 Prozent) und Microsoft (13,6 Prozent) konnten Boden gut machen. Die Redmonder würden besonders von Windows-Mobile-Geräten von HTC und Samsung profitieren, so Canalys.

Linux dümpelt aktuell noch bei 5,1 Prozent dahin, doch mit dem «G1» wird im 4. Quartal 2008 erstmals auch Googles Android-Plattform in der Statistik aufscheinen. Für 2009 erwartet Canalys daher ein heisses Rennen um den zweiten Betriebssystem-Platz hinter Symbian.

(bert/pte)

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