SMS verfassen leicht gemacht

Jeder Zweite spricht mit seinem Handy

publiziert: Donnerstag, 4. Feb 2016 / 12:18 Uhr
Immer weniger Leute tippen ihre SMS ein.
Immer weniger Leute tippen ihre SMS ein.

Immer mehr Menschen sprechen mit ihren Smartphones und vertrauen dabei auf die Möglichkeiten der Spracheingabe.

Laut einer aktuellen Umfrage des Berliner Digitalverbands BITKOM bedient bereits gut jeder Zweite (52 Prozent) sein Gerät auf diese Weise - sei es, um einen Anruf zu tätigen, eine SMS zu diktieren oder nach dem Wetter zu fragen - Tendenz steigend.

Systeme bereits ausgereift

Kaum überraschend stellt sich die Altersverteilung bei dem Trend dar: Besonders unter jungen Smartphone-Nutzern ist die Sprachsteuerung beliebt: Bei den 14- bis 29-Jährigen verwenden bereits 58 Prozent die Spracheingabe, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 54 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen 52 Prozent. Ab 65 Jahren gibt immer noch jeder Vierte Fragen oder Befehle per Stimme ein statt über das Display.

«Die Spracherkennungs-Software ist inzwischen so weit ausgereift, dass selbst komplexe Befehle oder Fragen gut verstanden und ausgeführt beziehungsweise beantwortet werden. Die Sprachsteuerung macht die Bedienung des Smartphones noch intuitiver und komfortabler. Auch für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen kann dies eine enorme Erleichterung sein», so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Unumkehrbarer Handy-Trend

Vor allem das Aufbauen eines Gespäches steht im Vordergrund: 80 Prozent tun dies bereits. Aber auch das Verfassen einer Textnachricht (49 Prozent) oder Abfragen zum Wetter beziehungsweise aktuellen Fussballergebnissen (33 Prozent) werden mittels Spracheingabe getätigt. Ebenfalls beliebt sind die Navigation (16 Prozent) oder das Starten von Apps (zwölf Prozent) per Spracheingabe. Die zunehmende Vernetzung dürfte den Trend beschleunigen.

«Im Smart Home kann intelligente Sprach-Software zum Beispiel eingesetzt werden, um das Licht auszuschalten oder die Rollläden herunterzulassen», konkretisiert Rohleder die Möglichkeiten der Spracheingabe im Alltag. Mittelfristig, führt er fort, werden ausserdem Gesten und Berührungen zur Steuerung von vernetzten Gegenständen und Geräten eingesetzt.

(arc/pte)

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