Prototyp erfolgreich getestet - Aktivierung durch Graphen als Schlüssel

Hologramm-Displays für Heimkino und Smartphones

publiziert: Dienstag, 28. Apr 2015 / 13:37 Uhr
Dr. in Li von der Griffith University.
Dr. in Li von der Griffith University.

Hawthorn/Nathan - Ein Team der Griffith University und der Swinburne University macht sich Eigenschaften von Graphen zunutze, um Hologramme zu erzeugen, die aus divergenten Blickwinkeln sichtbar sind.

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«Natürlich liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, aus Displays herausragende 3D-Bilder zu generieren. Ziel ist es auch, dabei zukünftig auf Accessoires wie Brillen zu verzichten», erklärt Qin Li von der Griffith University School of Engineering.

Pixel brechen Licht

Versuche, ein hologrammartiges 3D-Display herzustellen, gab es in den vergangenen Jahren viele. Die Bemühungen australischer Universitäten lassen den Traum nun jedoch ein Stück näher rücken, denn aktuelle Versuche sind vielversprechend. Ein durch Graphen aktiviertes Display basiert auf der in den 1940er-Jahren entstandenen holografischen Methode von Dennis Gabor. Diese brachte dem Wissenschaftler 1971 auch den Nobelpreis für Physik ein.

Den Forschern gelang es, ein hochauflösendes 3D-holographisches Display zu entwickeln, das aus einem Sichtspektrum von bis zu 52 Grad einsehbar ist. Das funktioniert, weil der holografische Bildschirm aus sehr kleinen Pixeln besteht, die Licht brechen. Je kleiner die Pixel sind, desto besser ist auch das Hologramm aus verschiedenen Blickwinkeln.

Um Display-Hologramme zu erstellen, wird das eingesetzte Graphenoxid einer sogenannten «Photoreduction» unterzogen. Dabei erhitzt ein Laser die Oxide rasant. Dieser Vorgang erzeugt Pixel, die eintreffendes Licht so krümmen, dass ein plastisches Bild entsteht. Das Team ist sich sicher, dass diese Methode eines Tages den Display-Markt revolutionieren wird.

Keine Grössen-Limits

Auch Mobilgeräten könnte ein völlig neues Spektrum von Möglichkeiten bevorstehen. Vorerst gelang es auf diese Art und Weise, Hologramme in der Grösse von etwa einem Zentimeter zu erzeugen. Das Team glaubt aber, dass es zukünftig kein Grössen-Limit mehr geben wird, denn die Stärke von Graphen ist enorm. Auch die Herstellung solcher auf Graphen basierender Displays ist nicht sonderlich schwer. «Das Nutzen von Graphen setzt den Markt von Indium, das gewöhnlich für Elektrogeräte genutzt wird, unter enormen Druck», so Li abschliessend.

(bert/pte)

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