Hitze ist Gift für Lithium-Akkus

publiziert: Mittwoch, 21. Jul 2004 / 23:03 Uhr

Lithium-Akkus wollen pfleglich behandelt werden, ansonsten halten sie nicht lange durch. Vor allem bei einer Lagerung unter zu hohen Temperaturen verkürzt sich schnell die Lebensdauer der Energiespender für Notebooks, Handys und andere technische Geräte.

Lithium-Akkus sollten bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad Celsius gelagert werden.
Lithium-Akkus sollten bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad Celsius gelagert werden.
Demnach verliert ein Lithium-Akku schon ein Drittel seiner Kraft, wenn er etwa ein halbes Jahr lang bei einer Temperatur von über 50 Grad Celsius gelagert wurde. Das dürfte jedoch nicht allzu häufig vorkommen. Wer aber beispielsweise sein Laptop bei warmen Wetter im Auto liegen lässt, sollte ebenfalls den Akku herausnehmen und mitnehmen. Auch wer sein Laptop über das Netzteil mit Strom versorgt, sollte bei der Arbeit den Akku aus dem Gerät entfernen, damit die Lithium-Zellen nicht ständig geladen werden. Das kann die Lebensdauer unter Umständen verdoppeln.

So hält ein Lithium-Akku länger durch

Wird ein Lithium-Akku über längere Zeit nicht gebraucht, empfehlen die Computer-Experten eine Lagerung bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad Celsius. Ausserdem sollte der Akku nur halb voll geladen sein, damit er sich nicht tief entlädt. Das verlangsamt die chemischen Prozesse zwischen Elektrolyt und Lithium-Elektrode. Diese Prozesse sind dafür verantwortlich, dass der Innenwiderstand wächst und die Akku-Spannung bei hoher Strombelastung zusammenbrechen kann. Bevor der Akku als Energiequelle wieder zum Einsatz kommt, sollte er im Gerät vollständig aufgeladen werden.

Lithium-Akkus haben gewisse Vorteile gegenüber Akkus auf Nickel-Basis: Sie sind leichter und kleiner, bieten mehr Kapazität, kosten weniger Geld und kennen keinen Memory-Effekt. Dafür halten sie aber nur 300 bis 500 Ladezyklen durch.

(bert/teltarif.ch)

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