Kein Balanceakt mehr

Hirntumor: Komplett-Entfernung durch neuen Laser

publiziert: Donnerstag, 5. Sep 2013 / 12:05 Uhr
Die SRS-Mikroskopie analysiert das Krebsgewebe und grenzt es deutlich und genau ab.(Symbolbild)
Die SRS-Mikroskopie analysiert das Krebsgewebe und grenzt es deutlich und genau ab.(Symbolbild)

Ann Arbor/Cambridge - Moderne Laser-Chirurgie könnte die Überlebenschancen durch die vollständige Entfernung von Gehirntumoren erheblich verbessern.

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Forscher der University of Michigan Medical School und der Harvard University haben ermittelt, dass vor allem das deutliche Sichtbarmachen aller Umrisse von Tumoren entscheidend ist.

Begrenzungen definieren

Seit jeher sind Chirurgen bei Operationen an Gehirntumoren besonders vorsichtig, da das Entfernen des umgebenden Gewebes zu Beeinträchtigungen führen könnte. Das in Science Translational Medicine vorgestellte Verfahren setzt einen Laser ein, um die Chemie des Gewebes zu analysieren und den Tumor in einer anderen Farbe sichtbar zu machen.

Das Entfernen eines Gehirntumors gilt als Balanceakt. Wird zu wenig entfernt, kann der Krebs erneut auftreten. Wird zu viel beseitigt, kann das die Lebensqualität der Patienten deutlich beeinträchtigen. Entscheidend ist also, um die Begrenzungen des Tumors zu wissen. Chirurgen entfernen Abschnitte des Tumors und des umgebenden Gewebes und untersuchen sie unter dem Mikroskop, um die Umrisse zu kennen.

Mikroskopische Genauigkeit

Das Team um Daniel Orringer hat jetzt mit der sogenannten «SRS-Mikroskopie» ein neues Verfahren zur Analyse des Gewebes entwickelt, die auch innerhalb des Gehirns eingesetzt werden kann. Ein Laser wird auf das Gewebe abgefeuert. Die Eigenschaften des Lichtstrahls verändern sich durch das Gewebe, auf das er trifft. Die unterschiedliche chemische Zusammensetzung von Krebszellen und normalem Gewebe bedeutet, das damit auch die genauen Umrisse eines Tumors erkennbar werden.

Laut Orringer ermöglicht die SRS-Mikroskopie, die Grenzen eines Tumors mit mikroskopischer Genauigkeit festzustellen. Das Verfahren wurde bisher an Mäusen und Proben von Gehirngewebe getestet. Klinische Tests mit Patienten fehlen derzeit noch. Das Verfahren gehört zu einer Reihe von Entwicklungen, die darauf abzielen, die Möglichkeiten chirurgischer Eingriffe zu verbessern. Ein Team des Imperial College London hat zum Beispiel ein Messer entwickelt, das den «Geruch» von Krebs erkennen kann. Es schneidet also mit Bedacht.

(asp/pte)

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