Abhängigkeit

Handys und Co: Selbst auf dem Klo unentbehrlich

publiziert: Mittwoch, 12. Feb 2014 / 15:35 Uhr
Der Smartphone-Trend hält an - Digitale Geräte bestimmen vermehrt das Leben.
Der Smartphone-Trend hält an - Digitale Geräte bestimmen vermehrt das Leben.

New York/Berlin - Dem neuen «Digital Consumer Report» des Informations- und Medienunternehmens Nielsen nach besitzt jeder Amerikaner durchschnittlich vier digitale Geräte. Der Grossteil hängt bereits so sehr an den digitalen Alleskönnern, dass die User nicht einmal mehr auf dem stillen Örtchen ohne sie sein können.

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In weiterer Folge haben 83 Prozent der Befragten angegeben, einen High-Definition-Fernseher zu besitzen. 80 Prozent gehört hingegen ein internetfähiger Computer und 65 Prozent haben ein Smartphone. Beinahe die Hälfte der über 2000 Befragten verfügt ausserdem über einen Videorecorder und Videospielkonsolen.

60 Stunden pro Woche

Ganze 60 Stunden pro Woche (insgesamt 167 Stunden) verbringen die Befragten mit den Geräten. Fast 50 Prozent der Smartphone-Besitzer geben an, mindestens einmal am Tag online ein soziales Netzwerk zu besuchen - 37 Prozent mehr, als noch im Vorjahr. So nutzen mehr als die Hälfte der Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren Social Media-Angebote auch während der Arbeitszeit und 44 Prozent können während des Essens im Restaurant nicht darauf verzichten.

Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren scheinen besonders an ihrem digitalen Begleiter zu hängen - 40 Prozent von ihnen benutzen es auch dann, wenn die Natur ruft. Das waren im Jahr davor erst 32 Prozent. Wirklich bedenklich erscheint diese Zahl: 48 Prozent der Mütter mit Kindern unter 13 Jahren bedienen sich der Unterhaltung via Social Media, während sie ein Auto lenken.

84 Prozent der Smartphone- und Tablet-User geben in der Studie an, das Gerät als Second Screen während des Fernsehens zu benutzen. Dieses Ergebnis steht im Gegensatz zu jener von TiVo durchgeführten Untersuchung.

Vernünftiger Umgang wichtig

«Generell ist der direkte Zugang zu Information und Kommunikation sehr positiv, aber der Umgang damit muss in vernünftige Bahnen gelenkt werden», kommentiert Medienpsychologe Jo Groebel von der Business School Berlin Potsdam das Ergebnis im Gespräch mit pressetext.

Greobel erklärt weiter, dass sich jeder fragen sollte, ob er wirklich abhängig und die ständige Kommunikation tatsächlich essenziell ist oder von einem selbst bloss dazu gemacht wird. «Zur psychischen Belastung kann auch die heutige Architektur der Erreichbarkeit werden. Umgekehrt fühlen sich manche Menschen bei zu geringer digitaler Zuwendung schnell als gesellschaftliche Aussenseiter.»

(bert/pte)

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