«Smart Thermometer»

Handy-Thermometer soll Krankheiten eindämmen

publiziert: Donnerstag, 18. Apr 2013 / 20:04 Uhr
Start-up will mit Echtzeit-Gesundheitskarten Ausbreitung bekämpfen.
Start-up will mit Echtzeit-Gesundheitskarten Ausbreitung bekämpfen.

San Francisco/New York/Wien - Das Start-up Kinsa Health hat im Rahmen der DEMO Mobile sein «Smart Thermometer» vorgestellt - ein Fieberthermometer für das Smartphone.

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Es verspricht genaue Messungen und die Möglichkeit, Gesundheitsinfos mittels App mit anderen zu teilen und auch von anderen zu beziehen. So sollen User beispielsweise darüber im Bilde sein, welche Krankheiten gerade in ihrem Umfeld umgehen. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, mittels Echtzeit-Gesundheitskarten die Ausbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen. Das Smartphone-Thermometer ist dazu gedacht, Fieber als frühes Signal zu erfassen.

«Der Ansatz der Massen-Temperaturmessung ist interessant und kann bei Epidemien als Warnung bzw. zum Abschätzen des Ausmasses einer Epidemie bei einer fieberhaften Erkrankung nützlich sein», bestätigt Florian Thalhammer, Infektiologe an der Medizinischen Universität Wien. Allerdings sei dazu erforderlich, dass sich wirklich viele Nutzer beteiligen und, dass der Ansatz nicht in die Datenschutz-Falle tappt.

Einfach nutzen und informieren

Kinsas Smart Thermometer setzt voll auf die Smartphone-Anbindung, die über die Kopfhörer-Buchse erfolgt, und kommt daher ohne eigene Batterie, eigenes Display oder eigenen Prozessor aus. Daher fällt das Gerät laut Hersteller sehr kompakt und auch für Kinder bequem in der Anwendung aus. Das intelligente Fieberthermometer verspricht so aber nicht nur genaue Messungen, sondern dank begleitender App - die zunächst für iOS und dann für Android geplant ist - auch einfachen Zugang zu Informationen darüber, wie es um Krankheiten im eigenen Umfeld bestellt ist.

Die App verspricht nämlich nicht nur die Möglichkeit, Temperatur und Notizen über weitere Symptome mit dem eigenen Arzt zu teilen. User haben auch die Möglichkeit, private Gruppen beispielsweise für Arbeitskollegen oder Mitschüler einzurichten. Anonymisierte Daten erlauben hier, die Verbreitung von Grippe, Halsentzündungen und anderen Krankheiten im engeren persönlichen Umfeld zu verfolgen. Zudem soll die App einen Überblick darüber geben, welche Symptome und Erkrankungen gerade allgemein in der Gegend umgehen, wo der User wohnt.

Nutzen braucht Masse

Das Erfassen von Daten wie Fieber, noch bevor sich Nutzer tatsächlich an Ärzte wenden, soll auf Dauer grosse Vorteile eröffnen. «Die Daten, die eine Person bereitstellt, könnten der Schlüssel sein, um die Ausbreitung der Grippe oder anderer schlimmerer übertragbarer Krankheiten zu erkennen, und zu lebensrettendem Einschreiten führen», meint Inder Singh, Gründer und CEO von Kinsa. Eine Crowdfunding-Kampagne auf IndieGoGo buhlt jetzt um öffentliche Unterstützung, in den nächsten Jahren will das Unternehmen zehn Mio. Thermometer vertreiben.

Hohe Verkaufszahlen wären wichtig, wenn die Massen-Temperaturmessung wirklich etwas als Warnung vor möglichen Epidemien bringen soll. «Voraussetzung dafür ist, dass sich eine sehr grosse Anzahl an Patienten beteiligt, um Messfehler und Verzerrungen aufgrund zu kleiner Gruppengrösse hintanzuhalten», erklärt Thalhammer. Entscheidend sei auch, dass das Thermometer gut gereinigt werden kann - es sollen ja damit keine Infektionen übertragen werden. «Eine weitere Frage ist natürlich der Datenschutz, ein heikles Thema bei Gesundheitsdaten - es kann auch einen solchen Ansatz zum Fall bringen», warnt der Experte.

(tafi/pte)

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