Nokia und Samsung führen weltweit Feld an

HTC zieht in den USA an Apple vorbei

publiziert: Mittwoch, 2. Nov 2011 / 15:01 Uhr
HTC Sensation.
HTC Sensation.

Auf dem lukrativen Smartphone-Markt ist das Gerangel derzeit gross, neben Apple und Samsung ist dort nun auch HTC ganz vorn dabei: Laut aktuellen Zahlen von Canalys konnte der taiwanesische Hersteller ausgerechnet im Apple-Heimatmarkt USA die Spitzenposition erobern.

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Dort konnte HTC im dritten Quartal dieses Jahres 5,7 Millionen Smartphones unter der eigenen Marke verkaufen, was fast ein Viertel der Gesamtverkäufe ausmacht. Dazu kommen noch geschätze 70'000 Smartphones, die unter dem Label von T-Mobile verkauft wurden. Samsung hat im gleichen Zeitraum 4,7 Millionen Geräte der eigenen Marke verkauft, Apple liegt mit 4,6 Millionen knapp dahinter.

Allerdings heisst es, dass die iPhone-Verkäufe zurückgegangen seien, weil die Kunden auf das neue Modell iPhone 4S gewartet hätten. Den weltweiten Absatz von Smartphones konnte HTC mit 13,2 Millionen Geräten nahezu verdoppeln (ein Plus von 93 Prozent). Insgesamt ist der Absatz an Smartphones rasant gewachsen: Innerhalb eines Jahres legten die Verkäufe um 49 Prozent auf insgesamt 120,4 Millionen Einheiten zu.

Samsung Weltleader

Weltweit ist die Rangfolge allerdings etwas anders, bei den Smartphones führt Samsung mit 27,3 Millionen ausgelieferten Einheiten vor Apple mit 17,1 Millionen. Vor allem die Modelle der Galaxy-Reihe sollen sich sehr gut verkauft haben, allerdings setzt Samsung im Gegensatz zum Konkurrenten Apple auf Vielfalt: Die Koreaner sind mit etwa 40 Smartphone-Modellen im Markt, Apple dagegen nur mit einem Modell in verschiedenen Varianten. Nach Samsung und Apple kommt Nokia mit 16,8 Millionen und HTC mit 13,2 Millionen ausgelieferten Geräten. Für das vierte Quartal wird erwartet, dass Apple mit seinem neuen iPhone-Modell wieder stark zulegen wird, das wie schon die Vorgängermodelle vom Verkaufsstart an sehr stark nachgefragt wird. Ausserdem ist Apple weiterhin in einer Disziplin ungeschlagen: Am Gewinn pro Gerät.

HTC erwartet nach den überdurchschnittlichen Zuwächsen im abgelaufenen Quartal für das Schlussquartal eine Verlangsamung der Zuwächse: Der Absatz soll im Jahresvergleich nur noch um bis zu 42 Prozent auf 13 Millionen Smartphones steigen. Für die Zukunft hat der einstige Auftragsfertiger aus Taiwan durchaus grosse Pläne. So soll Anfang kommenden Jahres eine neue Fabrik am Firmensitz Taoyuan fertig gestellt werden, die bis zu 40 Millionen zusätzliche Smartphones pro Jahr produzieren kann. HTC setzt vor allem auf das Google-Betriebssystem Android, das die Führung in Bereich der Smartphone-Plattformen übernommen hat. Die Taiwanesen produzieren aber auch Smartphones mit dem Microsoft-System Windows Phone. Auf dieses Betriebssystem setzt auch der noch immer führende Handy-Hersteller Nokia, der im Smartphone-Markt zwar etwas hinter Apple liegt, insgesamt mit 106,6 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 27,1 Prozent noch immer die Nummer Eins ist. Samsung kommt mit 87,8 Millionen Einheiten auf 22,3 Prozent. Danach kommt weit abgeschlagen mit 21,1 Millionen Geräten bzw. 5,4 Prozznt Marktanteil LG, gefolgt vom chinesischen Produzenten ZTE (19,1 Millionen Geräte, 4,9 Prozent) und an fünfter Stelle kommt Apple mit 17,1 Millionen ausgelieferten iPhones und einem Marktanteil von 4,3 Prozent.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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