Perspektiven
HTC One im Test: Rasend schneller Handschmeichler
publiziert: Samstag, 20. Apr 2013 / 09:27 Uhr / aktualisiert: Samstag, 20. Apr 2013 / 11:17 Uhr

Nach dem guten Eindruck bei der Vorstellung des HTC ONE, galt es nun, diese ersten Eindrücke zu überprüfen und das Gerät einem Praxistest zu unterziehen und das neue Superphone dabei verschiedenen Testern in die Hand zu drücken.

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Tester 1: Weiblich, social Media, Multimedia und Photo-Affin

Der erste Eindruck ist sehr gut, wobei die Grösse ein wenig sorgen bereitet: Der Sprung von einem 3.7 Zoll Desire S auf das 4.7 Zoll Grosse One ist vor allem mit kleinen Händen eine Herausforderung, wobei das Alu-Gehäuse mit seiner Hand-Schmeichelnden Form die Handhabung aber ziemlich angenehm macht.

Wobei das Gehäuse ohnehin einen extrem guten Eindruck macht. Praktisch nahtlos verarbeitet, fühlt es sich einfach toll an. Es ist leicht und doch sehr steif, nichts knarrt und knarzt und die gerundete Rückwand vermittelt das Gefühl, dass das Gerät noch dünner ist als ohnehin schon. Der grosse Nachteil ist leider, dass hier (wie schon bei den letzten HTC's) dem Beispiel von Apple gefolgt wird und die Batterie nicht ausgewechselt werden kann, ist sie doch tief in dem Alu-Chassis versteckt. Diesen Mangel teilt das HTC One jedoch auch mit einem anderen aktuellen Super-Androiden, dem Sony Xperia Z, das wohl als direkter Konkurrent gelten darf. Im Gegensatz zum Sony macht HTC noch eine weitere schlechte Apple- (und Nexus) Gewohnheit mit: Der Speicherplatz lässt sich nicht durch eine Micro-SD-Karte erweitern. Die 32 Gigabyte, die an Bord sind, dürften aber den meisten genügen, um über die Runden zu kommen.

Beim ersten Aufstarten wird einem das Einrichten einfach gemacht. Mail-Konten können auf einer speziellen Website von HTC, ebenso wie Bookmarks und Konten von Social Networks, erfasst und einfach auf das Gerät übertragen werden, so dass die wichtigsten Dinge wie zum Beispiel Mail, Facebook und Twitter komfortabel eingerichtet werden können, ohne das Handy auch nur anzuschauen. Wobei das Telefon jedoch ein echter Hingucker ist. Der 4.7« Grosse Full-HD-Bildschirm ist eine absolute Show. Farben und Schärfe sind unglaublich gut und sehen auch neben einem Xperia Z perfekt aus, wobei die kleinere Grösse den Eindruck erweckt, dass das Bild sogar noch etwas schärfer ist.

Super-Sound in jeder Hinsicht

Beim Inbetriebnehmen ertönt, wie üblich bei einem HTC, eine kleine Fanfare und dies in einer Lautstärke und Qualität, die darauf hindeutet, dass die beiden Lautsprechergitter auf der Vorderseite nicht nur ein Gag sind. Der Sound ist für ein Handy absolut genial. Ob Musik oder der Ton von Videos, wer ein One hat, kann sich das Geld für einen Bluetooth-Lautsprecher sparen. Die »BoomSound« Stereo-Lautsprecher sind wirklich ein Knaller und derzeit unter Handys einzigartig.

Das Positive am Sound geht noch weiter. Auch die Gesprächsqualität ist absolut klar und natürlich und selbst wer von einem HTC one angerufen wird, wundert sich mitunter, wieso das eigene Handy auf einmal so gut klingt, da auch das Mikrofon restlos überzeugen kann.

Makellos im Alltagsgebrauch

In der täglichen Benutzung begeistert das One mit seinem hohen Tempo bei praktisch allen Anwendungen (es fand sich keine, die nicht rasend schnell startete) und einer total flüssigen, ruckelfreien Bedienung. Besser geht es eigentlich fast nicht - umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass jedes Mal zwei Millionen Bildpunkte geschubst werden müssen.

Auch die Akku-Laufzeit überzeugte. Bei intensiver Benutzung hielt der Akku gute eineinhalb Tage vor. Nicht übel, wenn man die Akku-Panik vieler Smartphone-Benutzer kennt. Und auch notwendig, da sich - siehe oben - nicht einfach eine Ersatzbatterie rein schieben lässt, wenn der Akku schlapp macht.

HTC hat die Benutzeroberfläche radikal überarbeitet und bietet mit dem »BlinkFeed« einen Homescreen, der permanent mit dem Neuesten von verschiedenen News-Quellen, aber auch mit Inhalten von den eigenen Social Networks befüllt wird. So kann man sofort durch alles durch scrollen, was einem wichtig ist. Einzig die Auswahl von News-Quellen ist noch ziemliche beschränkt, diese soll laut HTC aber noch erweitertwerden.

Wer lieber den Start-Bildschirm traditionell hat, kann denn »BlinkFeed« mit einem Click ausblenden und wer einen Lieblings-Launcher besitzt, kann das HTC wie jedes andere Android genau nach seinen Vorstellungen einrichten.

Superpixel-Kamera

Dies gleich Vorweg: Auch die HTC-»Superpixel«-Kamera kann eine richtige Kompaktkamera nicht ersetzen. Die lediglich vier ziemlich lichtstarken Megapixel sorgen für Bilder in anständiger Qualität. Was die Knipse vor allem auszeichnet, sind die Software-Features wie HTC-Zoe, das ermöglicht, statt Bildern Mini-Filmchen anzuschauen, aus Bildern störende Objekte zu entfernen, Personen zu löschen, den besten Gesichtsausdruck zu wählen oder, für Action-Aufnahmen, eine Art Mehrfachbelichtung zu machen. Es gelingt zwar nicht immer alles perfekt aber manche Effekte sind schon beeindruckend. Auch witzig: Auf Knopfdruck erstellbare 30-Sekunden-Videos mit Musikbegleitung, Effekten und Schnitt, die entweder aus den Bildern des Tages oder aus dem Inhalt eines definierten Ordners zusammen gestellt werden.

Dazu gibt es natürlich auch »normale« Foto-Effekte wie Beschnitt, Rahmen und andere Effekte, aber auch Beauty-Features wie Gesichter aufhellen, schmäler machen, Augen vergrössern, Teint ausgleichen... Dinge, für die bisher Foto-Shop zuständig war.

Die Video-Qualität in Full-HD ist für ein Handy wirklich gut und die Möglichkeit, sogar Zeitlupenaufnahmen zu machen, ist beeindruckend. Nur mit dem Speicherplatz muss man da wohl aufpassen, denn bei voller Auflösung halten auch 32 Gigabyte nicht ewig vor.

Fazit: HTC ist ein tolles Handy gelungen, das praktisch alle Erwartungen erfüllt, sie bei der Verarbeitung gar übertrifft, einen tollen Sound, eine gute Kamera, einen bisher unübertroffenen Bildschirm und einen rasend schnellen Prozessor hat! Was die Testerin mehr will? Nichts. Aber gerne etwas weniger Grösse! Dasselbe HTC mit einem 4.2 Zoll HD-Bildschirm wäre sofort bestellt worden. Für kleine Hände ist das Telefon einfach etwas zu gross, auch wenn man sich daran gewöhnen könnte.

Tester 2: Männlich, Medienkonsument, Technik-Affin

Hier nochmals alles aufzuzählen, was die Testerin oben berichtete, ist etwas sinnlos. Daher nur einige Ergänzungen und alternative Ansichten.

Auch mir gefielen Verarbeitung und Gehäuse und auch ich störte mich ein wenig an der Grösse - allerdings, weil es mir zu klein ist. Ich liebte mein Galaxy Note und ich halte das Xperia Z mit 5 Zoll für grenzwertig klein, naja, adäquat. Ich denke, die Handy-Hersteller täten gut daran das Spitzenmodell jeweils in gleicher Qualität in 4» und in 5« anzubieten, wobei ich nicht solche Scherz-Phones wie das Galaxy S3-Mini meine, die mit dem Grossen nur das Design aber nicht die Spitzentechnik gemeinsam hat. Sicher, normale HD-Auflösung reicht bei 4» aber so wären auch Frauen und solche mit kleinen Händen gut bedient.

Der Blinkfeed hat meiner Meinung nach das Potential, ein wirklich tolles Feature zu werden, wenn einfach noch die Auswahl der zur Auswahl stehenden News-Quellen und Netzwerke verbessert wird, könnte das ein Hit werden, da einem auf dem Homescreen eine attraktiv aufbereitete Mischung aus News- und Social-Inhalten erwarten würde, durch die es sich locker scrollen lässt.

Für all jene, die ihr Telefon gerne Customizen bietet der schnelle Snapdragon-600 Prozessor jede Menge Saft unter der Motorhaube, so dass auch Launcher aller Art sehr schön laufen und jene, die ernsthaft dahinter gehen wollen, können schon jetzt Custom Roms installieren und mit diesen das letzte bisschen Performance aus der beeindruckenden Hardware raus quetschen.

Beim Rest, wie gesagt, absolut auf der Linie des ersten Tests: Toller Sound, toller Screen, flüssige Bedienung. Eigentlich fehlen nur Micro-SD-Leser und eine Wechselbatterie, aber dann wäre das Telefon wohl zu perfekt...

(Patrik Etschmayer/news.ch)

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