Nachfrage ernsthaft unterschätzt

Googles Tablet Nexus 7 16 GB schon ausverkauft

publiziert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 10:25 Uhr
Google hat offenbar die Nachfrage nach einem höheren Speicher ernsthaft unterschätzt.
Google hat offenbar die Nachfrage nach einem höheren Speicher ernsthaft unterschätzt.

Erst vor knapp einem Monat hat Google mit dem Nexus 7 sein erstes Tablet vorgestellt. Erhältlich ist das Gerät mit Android 4.1 Jelly Bean seit wenigen Wochen in den USA sowie in Grossbritannien. Doch noch bevor der Verkauf richtig anlaufen konnte meldet Google bereits Lieferprobleme.

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Sowohl im amerikanischen als auch im britischen Play Store ist die 16-GB-Variante des Nexus 7 derzeit nicht verfügbar. Auch verschiedene US-Retailer haben Probleme, die Nachfrage zu befriedigen.

Google hat aus diesem Grund den Verkauf des 16-GB-Modells mit dem Hinweis «Coming soon» gestoppt. Interessenten können ihre E-Mail-Adresse hinterlassen und sollen bei erneuter Verfügbarkeit des Tablets benachrichtigt werden. Das Nexus 7 mit 8 GB Speicher wird unterdessen weiter exklusiv im Google Play Store verkauft - hier beträgt die Lieferzeit momentan mehrere Tage.

Wie die britische Zeitschrift The Guardian berichtet, hat Google offenbar die Nachfrage nach einem höheren Speicher ernsthaft unterschätzt. Zwar kostet die 8-GB-Variante des Nexus gerade einmal 199 Dollar und somit 50 Dollar weniger als die 16-GB-Version, bietet dabei aber auch nur halb soviel Speicherkapazität. Eine Erweiterung der Kapazität ist beim Google Nexus 7 lediglich via Cloud möglich. Die Nutzer wollen jedoch offenbar ihre Daten lieber direkt auf dem Gerät speichern und greifen daher trotz Aufpreis vermehrt auf die höhere Speichervariante zurück.

Google Nexus 7 in Europa

Neben Grossbritannien soll das Google Nexus 7 auch in weiteren europäischen Ländern auf den Markt kommen. So kündigte Asus - Hersteller des Nexus 7 - via Facebook den Verkaufsstart des Tablets in Italien für den Spätsommer an. Dort soll das Gerät für 199 bzw. 249 Euro erhältlich sein. Auch Google Deutschland hat den Euro-Preis für das Nexus 7 bereits bestätigt und somit Hoffnung auf den baldigen Start in einem weiteren europäischen Land gegeben.

Wie das Kindle Fire von Amazon lebt auch das Nexus 7 von der Darstellung multimedialer Inhalte. Anders als in den USA bleiben europäischen Nutzern allerdings einige Inhalte wie Filme, Serien, Musik und Magazine, die Google in seinem US-Marktplatz anbietet, verwehrt. Grund sind lizenzrechtliche Einschränkungen, die auch das Kindle Fire ausserhalb der USA so gut wie unbrauchbar machen. Vorteil des Nexus 7 gegenüber dem Amazon-Tablet ist jedoch das nahezu unveränderte und beliebig mit Apps erweiterbare Android-Betriebssystem.

(Rita Deutschbein/teltarif.ch)

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