Gewinneinbruch bei Swisscom

publiziert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 08:11 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 17:20 Uhr

Bern - Die Swisscom hat in den ersten neun Monaten 2006 einen Gewinneinbruch erlitten und baut weiter Stellen ab.

Die Swisscom verdiente einen Viertel weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Die Swisscom verdiente einen Viertel weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.
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Zu schaffen machte dem Konzern der Preisdruck, ein Urteil des Bundesgerichts und der Rückschlag der IT-Sparte. Dennoch wurden die Erwartungen etwas übertroffen.

Unter dem Strich verdiente der grösste Telekomkonzern des Landes von Januar bis September 1,229 Mrd. Franken. Das ist ein Viertel weniger als in der gleichen Vorjahresperiode, in der Verkäufe den Gewinn nach oben gedrückt hatten, wie die Swisscom bekannt gab.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sackte um 12,7 Prozent auf 2,855 Mrd. Fr. ab. Die Senkung der Mobilfunk-Terminierungsgebühren und die zusätzlichen Rückstellungen für die Interkonnektionsverfahren rissen ein Loch von 308 Mio. Fr. in die Kasse.

Rückzahlung an Konkurrenten

Das Bundesgericht hatte im Frühling einen Entscheid der Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) weitgehend gestützt, wonach die Swisscom für die Weiterleitung von Telefonanrufen auf ihr Festnetz von den Konkurrenten zu viel kassiert habe. Für Rückzahlungen hat die Swisscom nun insgesamt 554 Mio. Fr. auf der hohen Kante.

Aufs Ergebnis drückte ausserdem der Einbruch der IT-Sparte, wo der operative Gewinn um 97 Mio. Fr. absackte. Schuld sind höhere Kosten für die Entwicklung neuer Märkte und Aufträge aus Boomphasen, die nun teurer werden, als geplant.

Stabiler Umsatz

Der Umsatz schrumpfte in den ersten neun Monaten um 1,4 Prozent auf 7,196 Mrd. Franken. Der Umsatzrückgang sei praktisch voll und ganz auf den Verkauf eines Geschäftsbereichs an Belgacom zurückzuführen, ansonsten sei der Umsatz stabil, sagte Swisscom-Chef Carsten Schloter in einer Telefonkonferenz.

In den letzten Monaten konnte der Konzern die Erosion stoppen. Im dritten Quartal habe der Umsatz um 1,6 Prozent zugelegt, sagte Schloter. Neue Geschäftsfelder machten den Umsatzrückgang im angestammten Geschäft wett.

Im Gesamtjahr 2006 rechnet die Swisscom mit einem Umsatz von 9,5 Mrd. Franken. Das EBITDA-Ziel hatte sie vor drei Monaten von 4 Mrd. auf 3,7 Mrd. Fr. zurückgenommen.

(bert/sda)

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