France Télécom will von Gewinnen im Mobilfunk profitieren

publiziert: Dienstag, 2. Sep 2003 / 23:57 Uhr

Gestern unterbreitete France Télécom den Minderheitsaktionären von Orange ein Übernahmeangebot über 7,1 Milliarden Euro in Aktien. Wie berichtet möchte der französische Staatskonzern die Mobilfunktochter Orange vollständig übernehmen.

Der Kurs der France-Telecom-Aktien sank.
Der Kurs der France-Telecom-Aktien sank.
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Wie die Financial Times Deutschland (FTD) heute schreibt, wird damit Orange wieder von der Börse verschwinden, nachdem France Télécom die Tochter erst vor zweieinhalb Jahren an die Börse gebracht hatte.

France Télécom hält 86,2 Prozent an Orange und ist der einzige Ex-Monopolist, der sein Mobilfunkgeschäft weitgehend hinzugekauft hat - Konkurrenten wie Telecom Italia, Telefónica, die niederländische KPN oder die Deutsche Telekom haben ihre Mobilfunktöchter selbst großgezogen.

Wie die Zeitung weiterhin schreibt, sei das Milliardengeschäft die erste strategische Übernahme seit der schweren Krise, die France Télécom im vergangenen Jahr durchlitten hat. Das sei ein Signal dafür, dass sich die schuldenbeladenen europäischen Telekommunikationskonzerne wieder Expansionen zutrauten.

Nicht nur bei der Deutschen Telekom, auch bei dem französischen Telekomriesen schreitet der Schuldenabbau zügig voran. France Télécom konnte die Verbindlichkeiten im ersten Halbjahr um 27,5 Prozent auf 49,3 Milliarden Euro reduzieren.

Dabei verbuchte das Unternehmen einen Nettogewinn von 2,5 Milliarden Euro - im Vorjahr musste der Konzern noch 12,2 Milliarden Verlust hinnehmen. Jetzt will France Télécom zusätzlich von den weiterhin satten Gewinnen im Mobilfunkgeschäft profitieren - der Anbieter konnte im ersten Halbjahr seinen Gewinn um 68 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern.

Durch den Orange-Deal sollen die Schulden weiter gesenkt werden, denn die Gewinne aus dem Mobilfunkgeschäft sorgen für hohen Barmittelzufluss. Der Anteil des französischen Staats an France Télécom sinkt durch die Übernahme von jetzt rund 59 Prozent auf 53 bis 54 Prozent.

Nach Bekanntgabe der Offerte zog der Aktienkurs von Orange um zwölf Prozent auf 9,47 Euro und zog auch andere europäische Mobilfunkbetreiber wie die spanische Telefónica Móviles oder Telecom Italia Mobile hoch.

Analysten bewerteten die Offerte insgesamt positiv, weil der Konzern für den Kauf als Aktientausch keine Kredite aufnehmen muss. Der Kurs der France-Télécom-Aktien sank dennoch um 3,9 Prozent auf 21,72 Euro. France-Telecom-Chef Thierry Breton sagte, dass die Übernahme keine "Kolonisierung" von Orange bedeute.

Branchenexperten betonen, dass diese Übernahme ein Sonderfall sei, der zum einen durch eine entsprechende Gesetzgebung in Frankreich und durch die geschickte Wahl des Zeitpunkts begünstigt werde

(bert/teltarif.ch)

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