Finanzhilfe für BenQ-Mitarbeiter

publiziert: Freitag, 24. Nov 2006 / 12:38 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Nov 2006 / 15:31 Uhr

München - Der Technologiekonzern Siemens übernimmt den Grossteil der Kosten für die beiden Beschäftigungsgesellschaften seiner ehemaligen Handy-Sparte BenQ Mobile.

Sollten alle betroffenen Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz bei Siemens bekommen, müssten theoretisch keine Zahlungen geleistet werden.
Sollten alle betroffenen Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz bei Siemens bekommen, müssten theoretisch keine Zahlungen geleistet werden.
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Über die Höhe der zugesagten Mittel besteht jedoch Unklarkeit.

Die bereits zugesagten Mittel für einen Hilfsfonds und für die Transfergesellschaften in Höhe von insgesamt 59 Mio. Euro würden um weitere 12 Mio. Euro aufgestockt, teilte Siemens in München mit.

Angaben der Gewerkschaft IG Metall, wonach die Summe bis zu 180 Mio. Euro betragen könnte, wurden hingegen zurückgewiesen.

Keine Prognosen möglich

Solche Prognosen seien zur Zeit nicht möglich, hiess es bei Siemens nach wochenlangen Verhandlungen mit der IG Metall. Der Konzern teilte weiter mit, die Gelder von einem Treuhandkonto könnten bei Bedarf für Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Vermittlungsmassnahmen zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Pleite des Handy-Herstellers, der früher zu Siemens gehörte und an den taiwanesischen Elektrokonzern BenQ abgegeben worden war, hatten rund zwei Drittel der 3000 Beschäftigten ihre Jobs verloren.

Falsche Angaben?

Die IG Metall hatte erklärt, Siemens habe für die beiden Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften in Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie unter anderem für Überbrückungsgelder und die Erstattung von Reisekosten bis zu 180 Mio. Euro zugesagt.

Dieser Höchstbetrag würde notwendig, wenn alle betroffenen Beschäftigten in München und am nordrhein-westfälischen Standort Kamp-Lintfort in die Gesellschaften wechseln, zwölf Monate dort verbleiben und dann noch eine so genannte Arbeitsplatz-Startprämie in Anspruch nähmen.

Siemens wies die Gewerkschaftsangaben als «absolut falsch» zurück. Da unklar sei, wie viele der insgesamt 3000 von der Insolvenz betroffenen Beschäftigten in die Transfergesellschaften wechselten und wie lange sie dort verbleiben, seien bisher noch keine seriösen Prognosen zu den Mitteln möglich.

(bert/sda)

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